Kräftiges Wachstum erwartet
BASF setzt auf Asien

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF nimmt verstärkt Region Asien-Pazifik in Angriff. Das Unternhemen will dort in den kommenden Jahren doppelt so stark wachsen wie der Markt und in der Region bis zum Jahr 2010 mehr als die Kapitalkosten verdient haben.

HB FRANKFURT. „Wir erwarten ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nach Kapitalkosten bis spätestens 2010“, sagte der für Asien verantwortliche BASF-Vorstand Andreas Kreimeyer am Dienstag auf einer im Internet übertragenen Investorenkonferenz. BASF ist einer der größten Chemieinvestoren in der Region mit Investitionen von mehr als 2,6 Mrd. € seit 1990. Bis zum Jahr 2005 sollen nach früheren Angaben weitere rund drei Mrd. € in die Region fließen.

Nach Einschätzung von Kreimeyer wird der Chemiemarkt in der Region Asien/Pazifik von 374 Mrd. € im vergangenen Jahr bis 2015 auf dann rund 600 Mrd. € zunehmen. Der Anteil Asiens am weltweiten Chemiemarkt werde dabei auf 34 % von 31 % im Jahr 2002 steigen, prognostizierte Kreimeyer. Den größten Wachstumschub erwartet der Manager dabei beim chinesischen Markt, dessen Anteil sich gemessen am Gesamtmarkt der Region Asien-Pazifik auf dann 37 % von 30 % im vergangenen Jahr erhöhen werde.

„Die Wirtschaft und die Chemiemärkte in Asien werden in der nächsten Dekade das höchste Wachstum aller Regionen aufweisen“, sagte Kreimeyer in der Präsentation. China werde dabei nach seiner Einschätzung der Hauptwachstumstreiber weltweit sein. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete BASF in der Region Asien-Pazifik einen Umsatz von rund 4,2 Mrd. €. Im Chemiegeschäft soll die Region bis zum Jahr 2010 rund ein Fünftel zum Umsatz und Gewinn auf Konzernebene beitragen. Rund 70 % sollen davon aus lokaler Produktion stammen.

Seit den 90er Jahren hatten die Ludwigshafener in zunehmendem Maße auf den Wirtschaftsraum Asien gesetzt. Seit Anfang der 90er Jahre flossen dabei immer mehr Investitionen nach China. Dabei liegt ein wesentlicher Schwerpunkt auf einem neuen Petrochemiekomplex in Nanjing, in das BASF und der Partner Sinopec rund 2,9 Mrd. Dollar investieren. Bernd Blumenberg, Präsident der BASF-YPC Company Ltd, sagte auf der Investorenveranstaltung, er rechne mit dem Produktionsstart des Anlagekomplexes im ersten Halbjahr 2005.

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