Kraftwerk Schkopau
E.ON bekommt neuen Partner

Der tschechische Energiekonzern Energeticky a Prumyslovy Holding (EPH) ist der neue Miteigner des E.ON-Braunkohlekraftwerks Schkopau in Sachsen-Anhalt. Damit zeigt EPH ein enormes Interesse am deutschen Markt.
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Prag/ FrankfurtDer Energiekonzern E.ON bekommt bei seinem Braunkohlekraftwerk Schkopau in Sachsen-Anhalt einen neuen Miteigner. Der tschechische Energiekonzern Energeticky a Prumyslovy Holding (EPH) übernehme für 141 Millionen Euro den 42-prozentigen Anteil des US-Versorgers NRG Energy, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Den Tschechen gehört bereits der Braunkohleförderer Mibrag, der das 1995 ans Netz gegangene Kraftwerk bei Halle mit Brennstoff versorgt. "Diese Transaktion ist nicht nur Ausdruck unseres enormen Interesses am deutschen Markt, sondern auch Bestandteil eines umfassenderen Strategieplans, der auf eine vertikale Integration der Mibrag ausgerichtet ist", erklärte der Chef der EPH-Tochter EP Energy, Jan Springl.

Zu den Großkunden des Kraftwerks mit einer Kapazität von 900 Megawatt zählt die Deutsche Bahn. Schkopau ist neben der Anlage in Buschhaus bei Helmstedt eines von zwei E.ON-Braunkohlekraftwerken.

NRG war 2009 bereits aus der Mibrag ausgestiegen. Der US-Energiekonzern und sein damaliger Partner URS hatten den Tagebaubetreiber an den tschechischen Versorger CEZ und den tschechischen Finanzinvestor J&T verkauft. Später gingen sämtliche Anteile an EPH über, an der J&T ebenfalls beteiligt ist. Hinter EPH stehen außerdem der Milliardär Petr Kellner und der Geschäftsmann Daniel Kretinsky.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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