Kranhersteller
Demag Cranes schickt Beschäftigte in Kurzarbeit

Der Kranhersteller Demag Cranes hat Kurzarbeit für knapp 1 200 Beschäftigte und damit für mehr als jeden dritten Mitarbeiter in Deutschland eingeführt. Seit Montag arbeiteten 800 Mitarbeiter im Bereich Hafentechnologie sowie 380 Mitarbeiter im Bereich Industriekräne kürzer.

HB DÜSSELDORF. Wegen rückläufiger Auftragseingänge sei die Produktion reduziert worden. Demag Cranes ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von Industriekränen und Krankomponenten, Hafenkränen und Technologien zur Hafenautomatisierung. Der Konzern hat weltweit rund 6 100 Mitarbeiter, darunter 3 000 in Deutschland.

Die Kurzarbeit für 800 Mitarbeiter im Bereich Hafentechnologie betreffe das Werk Düsseldorf-Benrath. Hier hatte sich Demag Cranes zuvor bereits von 180 Leiharbeitern getrennt. Im Industriekräne-Bereich seien insgesamt 380 Mitarbeiter in den Werken Wetter an der Ruhr, Uslar in Niedersachsen und Luisenthal in Thüringen betroffen.

Demag Cranes will die einzelnen Geschäftsbereiche enger verzahnen. Finanzchef Rainer Beaujean sprach sich in der "Börsen-Zeitung" (Samstag) für eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns aus. "Es stellt sich die Frage nach Gemeinsamkeiten - im Finanzbereich, im Einkauf, der IT und natürlich auch in den produzierenden Segmenten. Wir müssen versuchen, die Geschäftsbereiche noch besser miteinander zu verzahnen", erklärte Beaujean.

Auch einen Strategiewechsel schloss der Finanzvorstand nicht aus. In Krisenzeiten wie diesen müsse jedes Unternehmen seine Strategie und seine Organisation ständig überprüfen. Zudem schaue sich der Vorstand nun auch noch einmal das Investitionsprogramm an.

Für die Hauptversammlung an diesem Dienstag (3. März) schloss Beaujean eine Prognose für das Geschäftsjahr 2008/09 (zum 30. September) aus. Zunächst müsse das Ende März auslaufende zweite Geschäftsquartal abgewartet werden. Bekannt sei aber, dass es in der Hafentechnologie tendenziell "nicht so gut" laufe und das Geschäft mit Industriekränen eher spätzyklisch reagiere. Dagegen sei das Service-Geschäft "generell sehr stabil", betonte der Finanzchef.

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