Kranhersteller
Demag Cranes will Klassenbester werden

Der Kranhersteller Demag Cranes will über den Ausbau des Asiengeschäfts langfristig seine Unabhängigkeit sichern. Das Unternehmen setzt sich hohe Ziel: der profitabelste Anbieter weltweit zu werden.
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DÜSSELDORF. Für die kommenden drei Geschäftsjahre plant Demag Cranes mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich zehn Prozent, das Ergebnis soll sogar noch stärker zulegen, wie Vorstandschef Aloysius Rauen am Dienstag bei der Bilanzvorlage sagte.

Mit der Expansionsstrategie will die Führung von Demag Cranes das Gespenst einer Übernahme durch einen Wettbewerber vertreiben. Anfang September hatten die skandinavische Konecranes und die US-amerikanische Terex dem Vorstand um Rauen ihre Pläne für eine Übernahme präsentiert. Als die Kaufabsicht wenige Wochen später öffentlich wurde, zog die Demag-Aktie um rund ein Drittel an.

Der Aktienkurs muss stabil bleiben

Nach dem Kurssprung nahmen die Interessenten von einem Übernahmeangebot Abstand, zumindest vorerst. Dem Vernehmen nach halten sich Konecranes wie auch Terex weiter eine Offerte für Demag Cranes offen. Rauen und sein Finanzvorstand Rainer Beaujean müssen daher dafür sorgen, dass der Kurs nicht abbröckelt. Sonst könnte auch die Rückendeckung des Finanzinvestors Cevian schwinden, der mit zehn Prozent größter Aktionär ist. Zuletzt hatte sich Cevian hinter die Demag-Führung gestellt.

Die Düsseldorfer pochen auf ihre Unabhängigkeit und wollen diese mit einer Wachstumsstrategie sichern, die einen Ausbau der Kapazitäten in den Schwellenländern vorsieht. Die Kunden dort wollen einfachere Kräne, die weniger kosten. Viele Hightech-Komponenten, die Kunden aus Industrieländern nachfragen, werden dort nicht benötigt.

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