Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum zahlt weniger Dividende

2012 war für den Rhön-Klinikum nicht das allerbeste Jahr. Der Übernahme-Hick-Hack und Schwierigkeiten mit einer Uniklinik ließen die Gewinne schrumpfen. Das bekommen nun auch die Aktionäre zu spüren.
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Neurologische Klinik Bad Neustadt: Aktionäre bekommen den Gewinnrückgang zu spüren. Quelle: PRessebild Coca-Cola

Neurologische Klinik Bad Neustadt: Aktionäre bekommen den Gewinnrückgang zu spüren.

(Foto: PRessebild Coca-Cola)

Bad NeustadtNach einem turbulenten Jahr mit einem herben Gewinnrückgang will der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum weniger Dividende zahlen. Statt 0,45 Euro je Aktie im Jahr 2011 sollen für 2012 nur 0,25 Euro pro Anteilsschein an die Aktionäre ausgeschüttet werden, teilte Rhön-Klinikum am Donnerstag mit.

Der seit Januar im Chefsessel sitzende Konzernvorstand Martin Siebert arbeitet derzeit daran, die Profitabilität der angeschlagenen Klinikgruppe wieder auf Vordermann zu bringen. Trotz gestiegener Patientenzahlen und eines höheren Umsatzes sei die Kostensituation im Ergebnis insgesamt unbefriedigend, sagte Siebert. Ende Mai will der Rhön-Klinikum-Chef Details zur Umstrukturierung des Konzerns bekanntgeben.

Im Vorjahr hatten Verzögerungen bei der Restrukturierung des Uniklinikums Gießen-Marburg sowie Beratungskosten in Zusammenhang mit der spektakulär gescheiterten Übernahme durch Fresenius Rhön schwer zugesetzt. Der Konzerngewinn war um 43 Prozent auf 92,0 Millionen Euro eingebrochen.

Auch die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres schlossen die Franken wegen Kosten in Zusammenhang mit der jüngsten Klinikübernahme in Wiesbaden und der Restrukturierung im Klinikum Gießen und Marburg erneut mit einem Gewinnrückgang ab. Der Überschuss sank um 28,7 Prozent auf 24,3 Millionen Euro. Dank gestiegener Patientenzahlen erhöhte sich der Umsatz um 10,2 Prozent auf 752,2 Millionen Euro.

Der Konzern beschäftigt aktuell etwa 43.000 Mitarbeiter in zehn Bundesländern. Dem Krankenhausbetreiber gehören eigenen Angaben zufolge bundesweit 54 Kliniken an 43 Standorten. Das neue Management hofft 2013 auf Besserung: Der Konzerngewinn soll auf 110 Millionen Euro steigen. Steigende Patientenzahlen sollen den Umsatz erstmals auf 3,03 Milliarden Euro hieven.

  • dpa
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