Krebsforschung
Bayer arbeitet enger mit US-Konzern Amgen zusammen

Der Pharma- und Chemieriese Bayer vertieft seine Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Biotechkonzern Amgen. Die Unternehmen forschen gemeinsam an neuen Krebsmedikamenten.
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FrankfurtBayer arbeitet bei der Erforschung neuer Krebsmedikamente künftig noch enger mit dem weltgrößte Biotechkonzern Amgen zusammen. Mit der Amgen-Tochter Micromet wolle das Leverkusener Unternehmen einen weiteren Antikörper zur Behandlung verschiedener Tumorarten entwickeln, teilte Bayer am Dienstag mit. Finanzielle Details der Vereinbarung nannten beide Konzerne nicht.

Bis zum Ende einer möglichen Phase-I-Studie mit dem Antikörper wollen beide Konzerne zusammenarbeiten, danach würde Bayer alleine die Kontrolle über die weitere Entwicklung und Vermarktung des Mittels übernehmen. Medikamente müssen vor einem Zulassungsantrag drei Phasen der Erprobung am Menschen erfolgreich bestehen. Deutschlands größter Pharmakonzern arbeitet mit Micromet bereits seit 2009 an einem Antikörper zur Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs.

Amgen hat den US-Konkurrenten Micromet im März für rund 1,2 Milliarden Dollar übernommen. Micromet wurde vor 19 Jahren in Deutschland gegründet, in der Forschungsabteilung in Martinsried bei München arbeiten heute noch rund 200 Mitarbeiter. Für Bayer ist besonders Micromets Antikörper-Technologie mit dem Namen „BiTE“ interessant. Diese Art von Antikörpern soll T-Zellen im Abwehrsystem des Körpers dazu bringen, Tumorzellen anzugreifen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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