Krebsimpfstoff
Glaxo in den USA vorerst ausgebremst

Der britische Pharmariese Glaxo Smith Kline muss mit Verzögerungen bei der erhofften Marktzulassung seines Gebärmutterhalskrebs-Impfstoffes Cervarix in den USA rechnen. Damit gerät Glaxo gegenüber seinem Konkurrenten Merck & Co mit dessen bereits auf dem Markt etablierten Mittel Gardasil weiter ins Hintertreffen.

HB LONDON. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe vor einer möglichen Zulassung des Mittels noch offene Fragen, teilte Glaxo mit. Nähere Angaben dazu machte das Unternehmen nicht. Europas größter Pharmakonzern will mit der FDA aber eng zusammen arbeiten und der Behörde seine Antworten so schnell wie möglich zustellen.

Glaxo gerät damit in den USA zum Konkurrenten Merck & Co mit dessen bereits auf dem Markt etablierten Mittel Gardasil weiter ins Hintertreffen. Cervarix ist einer der größen Medikamentenhoffnungsträger der Briten und schon in 45 Ländern zulassen, darunter den 27 Euro-Staaten. Der Konzern zählt das Mittel zu den großen potenziellen Umsatzträgern. Glaxo -Chef Jean-Pierre Garnier hatte kürzlich gesagt, dass er bei Cervarix einen Marktanteil von 50 Prozent für möglich hält, obwohl der Impfstoff erst nach dem Merck -Mittel Gardasil auf den Markt kam.

"Das ist offensichtlich ein leichte Enttäuschung, da es eines der Schlüsselprodukte von Glaxo ist", urteilte Analyst Mike Ward von Nomura Code über die Verzögerungen in den USA. Nun müsse sich herausstellen, was die Fragen der FDA seien und wie lange es dauere, diese zu klären. Ein Glaxo -Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Ursprünglich hatten Experten erwartet, dass die FDA bis nächsten Monat eine Entscheidung fällt. In dem nun eingetretenen Fall nimmt sich die Behörde üblicherweise bis zu sechs Monate Zeit, nachdem sie die Antworten auf ihre Fragen erhielt.

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