Krebsmedikament PTK/ZK verzögert sich
Herber Rückschlag für Schering

Schering hat am Montag die Börsianer herb enttäuscht. Der Berliner Pharmakonzern rechnet nämlich damit, dass sich die Zulassung des Krebsmedikamentes "PTK/ZK" verzögert. Die Kurse der Schering-Aktien brachen darauf ein.

HB FRANKFURT. Die Zulassung für das mit Novartis gemeinsam entwickelte Krebsmittel wird nach negativen Ergebnissen einer Darmkrebs-Studie nun erst Anfang 2007 statt wie bisher angepeilt Ende 2005 in den USA und Europa eingereicht werden können. Analysten äußerten sich enttäuscht über den Rückschlag, manche Experten stuften die Aktie nach unten.

PTK/ZK gilt als möglicher Blockbuster mit Spitzenumsätzen von jeweils rund einer Milliarde Euro für den Berliner Konzern und für Novartis. Die Substanz ist ein Angiogenese-Hemmer, der die Neubildung von Blutgefäßen hemmen und Tumoren damit die Blutversorgung entziehen soll.

In der Studie mit der Bezeichnung Confirm 1 für PTK/ZK habe sich in der Analyse des Überlebens ohne Fortschreiten der Krankheit keine statistisch signifikante Verbesserung ergeben. Damit sei das primäre Endziel der Studie verfehlt worden, teilte Schering mit. Eine gesonderte Untersuchung durch Studienärzte vor Ort habe aber positive Ergebnisse gebracht, erläuterte ein Sprecher. Ein unabhängiger Datenüberwachungsausschuss habe daher die Fortführung der Phase-III-Studie, der letzten vor dem Zulassungsantrag, empfohlen. So solle nun eine Analyse der Gesamtüberlebensdaten erstellt werden. Studienergebnisse würden in der zweiten Hälfte des Jahres 2006 erwartet.

„In Zusammenarbeit mit Novartis wrden wir das Potenzial dieses innovativen Therapieansatzes zur Behandlung von metastasierendem Dickdarmkrebs und anderen soliden Tumoren und maligner hämatologischer Erkrankungen weiter untersuchen“, erklärte Marc Rubin, der für den Bereich Krebsforschung und Entwicklung zuständige Schering-Vorstand.

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