Krebsmedizin
Qiagen baut Kooperation mit Eli Lilly aus

Die deutsche Biotechfirma Qiagen vertieft ihre Zusammenarbeit in der Krebsmedizin mit dem US-Pharmakonzern Eli Lilly. Gemeinsam wollen die Unternehmen Tests zur Analyse von Erbgut-Informationen entwickeln.
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FrankfurtDie Biotechfirma Qiagen erweitert ihre Zusammenarbeit mit dem US-Pharmariesen Eli Lilly in der Krebsmedizin. Die Unternehmen wollen gemeinsam Tests zur Analyse von Erbgut-Informationen entwickeln, die mit verschiedenen Krebsarten verknüpft sind, wie Qiagen am Freitag in Hilden bei Düsseldorf mitteilte. Mit den Tests sollen DNA-Merkmale in der Zelle gefunden werden, die für häufige Tumorarten spezifisch sind. Für Qiagen ist es bereits das vierte Projekt mit dem in Indianapolis ansässigen Arzneimittelhersteller.

„Unsere Kooperation mit Lilly zählt zu den über 20 laufenden Projekten, in deren Rahmen wir gemeinsam mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen neue Produkte entwickeln und kommerzialisieren“, sagte Qiagen-Chef Peer Schatz. Solche Tests für Krebsmedikamente spielen in der personalisierten Medizin eine wichtige Rolle. Dadurch können Krebs-Patienten, bei denen Medikamente aufgrund bestimmter Mutationen nicht wirken, qualvolle Therapien erspart werden. Zudem lassen sich mit den Gentests die oft extrem teuren Krebsarzneien zielgerichtet einsetzen.

Für Qiagen ist die personalisierte Medizin eines der Kerngeschäftsfelder. So vertreibt Qiagen beispielsweise Gentests für Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs, mit denen sich bestimmen lässt, ob bei ihnen die Mittel Vectibix des weltgrößten Biotechkonzerns Amgen oder Erbitux des Darmstädter Pharmakonzerns Merck wirken. In den USA halten Eli Lilly und der US-Pharmarivale Bristol-Myers Squibb die Rechte an Erbitux.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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