Krebspräparate
Merck verbündet sich mit Dr. Reddy's

Merck will mit dem indischen Generikahersteller Dr. Reddy's kooperieren. Die beiden Unternehmen wollen in den wachsenden Markt für Biosimilars einsteigen. Das kommt bei den Anlegern gut an.
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FrankfurtMerck will zusammen mit dem indischen Generikahersteller Dr. Reddy's groß in den wachsenden Markt für Kopien biotechnologischer Krebspräparate einsteigen. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern war seit einiger Zeit auf Partnersuche für die gemeinsame Entwicklung solcher Generika, die in der Fachwelt als „Biosimilars" bezeichnet werden.

„Das Teilen von Know-How, Risiken und Profiten ist der richtige Ansatz, um in dem sich entwickelnden Markt für Biosimilars einzutreten", erklärte der Merck-Pharmachef, Stefan Oschmann, am Mittwoch. Merck musste zuletzt mehrere Rückschläge in seiner Pharmasparte verkraften und hat derzeit nur wenige neue Medikamente in der späten Entwicklung. Der Einstieg in das Biogenerika-Geschäft soll dafür sorgen, das Pharmageschäft breiter aufzustellen und schlagkräftiger zu machen.

Der Markt für Kopien biotechnologisch hergestellter Arzneimitteln dürfte Experten zufolge in den kommenden Jahren rasant wachsen. So laufen in den nächsten zehn Jahren Schätzungen zufolge Patente biotechnologischer Medikamente mit einem weltweiten Umsatzvolumen von mehr als 90 Milliarden Euro aus.

Darunter sind auch viele Biotech-Krebspräparate. Auch dem Krebsmittel Erbitux, mit dem Merck 2011 immerhin 855 Millionen Euro erlöste, könnte Mitte des Jahrzehnts Konkurrenz durch Generika drohen. Die Herstellung von Kopien solcher Biotech-Medikamente ist allerdings viel komplizierter als bei herkömmlichen Arzneimitteln und für die Firmen mit viel höheren Entwicklungskosten verbunden.

Biotech-Substanzen, deren Wirkstoffe auf großen Proteinmolekülen wie etwa monoklonalen Antikörpern basieren, zählen häufig zu den wenigen Behandlungsmöglichkeit gegen Krebs.

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