Kredit wurde auf Eis gelegt
Zweifel an Conti-Übernahme durch Schaeffler

Die Finanzkrise schürt Zweifel daran, ob die Übernahme von Continental durch Schaeffler gelingt. Schaeffler bemühte sich umgehend darum, aufgekommene Bedenken zu zerstreuen.

hz/cha/HB DÜSSELDORF/LONDON. Die Kreditsyndizierung für die Übernahme des Autozulieferers Continental durch Schaeffler ist wegen der Verwerfungen an den Kreditmärkten ins Stocken geraten, sagten mit dem Vorhaben vertraute Banker am Dienstag in London. Der Syndizierungsprozess, bei dem die federführenden Banken Teile des Kredits an andere Institute weiterreichen, sei unterbrochen, während Schaeffler seine Situation prüfe.

"Wir haben verbindliche Finanzierungszusagen, daran hat sich nichts geändert," sagte ein Sprecher des Herzogenauracher Herstellers von Motor-, Getriebe-, Fahrwerkssystemen und Lagern für die Automobilindustrie. "Wir ziehen die Sache durch. Die Syndizierung hat keinen Einfluss auf unsere Finanzierung." Der Schaeffler-Sprecher verwies darauf, dass die Syndizierung in der Hand der beteiligten Banken liege.

Zu den Details der Finanzierung habe Schaeffler Vertraulichkeit mit den Instituten vereinbart, "Aber unsere Kreditfinanzierung steht seit dem ersten Tag der Einreichung der Angebotsunterlage", stellte der Sprecher klar. Schaeffler hatte sich laut Finanzkreisen im Sommer bei sechs Großbanken unter der Führung der Royal Bank of Scotland einen Kredit von über 16 Mrd. Euro gesichert. Beteiligt sind auch HVB, Dresdner Kleinwort, LBBW, UBS und Commerzbank.

Auch eine an dem Deal beteiligte Investmentbank bekräftigte am Dienstag gegenüber Handelsblatt.com: "Wir stehen zu dem Deal." In Finanzkreisen hieß es, das Bankenkonsortium habe sich vertraglich verpflichtet, bis Jahresende eine Syndizierung zustande zu bringen. Man sei auch zuversichtlich, dass dies gelinge.

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