Kredite
Britische Autohersteller kämpfen um Hilfen

Die Lage in der britischen Autoindustrie spitzt sich vor Weihnachten zu. Der Branchenverband SMMT und die Gewerkschaften appellieren dringend an die Regierung, die Branche mit Krediten zu unterstützen. Medienberichten zufolge soll Premierminister Gordon Brown sich entschlossen haben, Hunderte Millionen Pfund bereitzustellen.

dih LONDON. Dafür war gestern jedoch keine Bestätigung zu bekommen. Die größten Finanzsorgen haben die von der indischen Tata-Gruppe übernommenen Marken Jaguar und Land Rover und die GM-Tochter Vauxhall.

Laut „Financial Times“ hat Tata sich bereiterklärt, eine weitere zweistellige Millionensumme in die britische Tochter zu stecken, um sie über die nächsten Wochen zu bringen. Der indische Konzern hatte das Unternehmen Anfang des Jahres für 2,3 Mrd. Dollar vom US-Konzern Ford übernommen. Seither hat sich die Marktlage sowohl bei Tata Motors in Indien als auch bei Jaguar Land Rover deutlich verschlechtert. Tata wollte sich gestern nicht dazu äußern.

Laut „The Times“ hat Tata von Banken zusätzliche Mittel für die britische Tochter erhalten, weil die Regierung ihnen signalisiert habe, dass staatliche Hilfe nahe. Am Wochenende hatte Wirtschaftsminister Peter Mandelson noch gesagt, dass der Mutterkonzern und nicht die Regierung die erste Anlaufstelle für Hilfen sein müsse. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte fortlaufende Gespräche mit der Industrie.

Von der Autoindustrie hängen in Großbritannien nach Verbandsangaben rund 850 000 Arbeitsplätze ab. Auch französische und japanische Hersteller produzieren auf der Insel.

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