Kredite kein Thema beim Treffen von Schröder und Putin
Zeit für Yukos verrinnt

Die russischen Finanzbehörden haben dem vor der Pleite stehenden Ölkonzern Yukos Hoffnung auf eine Umschuldung der in dieser Woche fälligen Milliarden-Zahlungen gemacht.

HB MOSKAU/BERLIN. „Theoretisch kann diese Möglichkeit noch verwirklicht werden“ sagte der stellvertretende Finanzminister Sergej Schatalow heute. Von entsprechenden Verhandlungen zwischen Yukos und dem Ministerium sei ihm aber nichts bekannt.

Yukos muss bis zum Ablauf des morgigen Tages Steuern in Höhe von umgerechnet 2,8 Mrd. Euro nachzahlen. Die Summe übersteigt die verfügbaren Barmittel des Konzerns um ein Vielfaches.

Yukos ist nach Angaben seiner Gläubigerbanken außerdem bei einem Milliardenkredit in Zahlungsverzug geraten. Das Konsortium mit Beteiligung der Commerzbank und der Deutschen Bank wollte nach Handelsblatt-Informationen Bundeskanzler Gerhard Schröder bitten, sich bei Russlands Präsident Putin für eine Sicherung der Forderungen einzusetzen. Die Absicherung von Krediten deutscher Gläubigerbanken für den angeschlagenen Ölkonzern wird nach Angaben der Bundesregierung beim Moskau-Besuch des Bundeskanzlers aber kein Thema sein. Schröder will am Donnerstag Wladimir Putin in Moskau treffen.

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