Kreditlinien des Papier- und Schreibwarenherstellers laufen Ende März 2004 aus
Herlitz wird nun doch nicht an die Esselte-Gruppe verkauft

Das Berliner Papier- und Schreibwarenunternehmen Herlitz wird nun doch nicht durch die schwedische Esselte-Gruppe übernommen und so geht die Suche nach einer Lösung für das finanzschwache Unternehmen weiter.

HB BERLIN. Die Verkaufsverhandlungen seien auf Grund unterschiedlicher Preisvorstellungen abgebrochen worden, berichtet die „Financial Times Deutschland“ am Dienstag unter Berufung auf Insider. Herlitz und die mit dem Verkauf des Unternehmens betraute Hypo-Vereinsbank wollten dazu am Dienstag keine Stellung nehmen.

Dem Bericht zufolge laufen die Kreditlinien von Herlitz Ende März 2004 aus. Sollten die Banken sie nicht verlängern, könnte das Unternehmen erneut in Existenznot kommen. Ob die Kreditinstitute ein weiteres Mal Geld zuschießen werden, sei noch offen. Derzeit gebe es allerdings keine Anzeichen dafür, dass die Gläubiger Herlitz erneut in die Pleite schicken wollen. „Die Suche nach einer Lösung für Herlitz geht weiter“, wird in dem Bericht ein Bankensprecher zitiert.

Herlitz hatte im April 2002 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das mit mehr als 3000 Beschäftigten zu den führenden Herstellern von Papier-, Büro- und Schreibwaren in Europa gehört, konnte aber nach fünfmonatigem Insolvenzverfahren durch umfangreiche Forderungsverzichte der Gläubiger gerettet werden. Der Konzern gehört zu zwei Dritteln einem Bankenkonsortium unter Führung der Hypo-Vereinsbank. Im Frühjahr meldete Esselte Interesse an Herlitz an. Der schwedische Konzern, der mit Leitz bereits in Deutschland vertreten ist, wollte über das Berliner Unternehmen einen schnellen Zugang zu großen Handelskunden wie Metro oder Rewe bekommen. Esselte erzielt in Deutschland rund 200 Millionen Euro Umsatz.

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