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Offenbar werben Banken bei Pirelli für Conti

Schon in der Vergangenheit machten Gerüchte, dass Pirelli an Contis Reifensparte interessiert sei, die Runde. Offenbar haben mehrere Banken dem italienischen Pirelli-Konzern den Kauf der Conti-Reifensparte schmackhaft zu machen versucht.

HB HANNOVER. "Es wurde ein Dossier präsentiert, wie wahrscheinlich anderen Firmen auch", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichten-Agentur Reuters am Freitag. "Es wurde mit einer Menge Fragen betrachtet."

Die italienische Zeitschrift "Il Mondo" hatte berichtet, die Banken JP Morgan, Deutsche Bank und Mediobanca sowie mehrere Berater seien an Pirelli herangetreten, um über einen Kauf der Conti-Reifensparte zu sprechen. Es habe mehrere Treffen mit Pirelli-Managern gegeben.

Dem Magazin zufolge hat Pirelli die Banken beauftragt, die Augen bezüglich der weiteren Entwicklung offenzuhalten. Das Unternehmen sei aber zurückhaltend, da es für den Kauf der Conti-Sparte viel Geld in die Hand nehmen müsste. Pirelli und Conti lehnten eine Stellungnahme ab.

Dem Bericht zufolge haben auch der französische Reifenhersteller Michelin und der japanische Konkurrent Bridgestone ein mögliches Interesse an der Conti-Sparte signalisiert.

An der Börse sorgten die Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Reifensparte für einen Höhenflug der Conti-Aktie, die mit einem Plus von zwischenzeitlich mehr als zehn Prozent zu den größten MDax-Gewinnern gehörte. In der Vergangenheit hatten Gerüchte über ein mögliches Interesse von Pirelli bereits häufiger die Runde gemacht.

Conti hatte vor kurzem die rechtliche und organisatorische Ausgliederung der Reifensparte angestoßen. Ein Verkauf könnte dem Konzern und seinem neuen Großaktionär Schaeffler bei der Rückzahlung des Schuldenbergs von zusammen 22 Milliarden Euro helfen. Experten zufolge könnte die Sparte fünf bis sieben Milliarden Euro einbringen.

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