Kreise: Schrempp bot Daimler-Aufsichtsrat Rücktritt an
Schrempp bot angeblich Rücktritt an

Daimler-Chrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp hat dem Aufsichtsrat des deutsch-amerikanischen Automobilkonzerns nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen in der vergangenen Woche seinen Rücktritt angeboten. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, Teile des Vorstands stünden nicht mehr hinter Schrempps Strategie einer „Welt-AG“. Dies könne Schrempp das Amt kosten, schreibt das Blatt.

HB STUTTGART. „Er hat seinen Rücktritt angeboten“, verlautete am Mittwoch aus zwei verschiedenen Quellen. Ob sich der Aufsichtsrat auf der für Donnerstag in New York anberaumten Sitzung erneut mit Schrempps Angebot beschäftigen werde, war zunächst offen. Ein Aufsichtsratsmitglied hatte Reuters gesagt, das Thema stehe nicht auf der Tagesordnung. Ob es dennoch behandelt werde, sei offen. Ein DaimlerChrysler-Sprecher wollte zu den Berichten über ein Rücktrittsangebot keine Stellung nehmen. „Das sind Spekulationen“, sagte er. „Kein Kommentar.“ Noch am Montag hatte der Konzern Medienberichte, wonach der Aufsichtsrat in New York über Schrempps Zukunft beraten wolle, ausdrücklich als „Unsinn“ zurückgewiesen.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise, der Aufsichtsrat habe Schrempps Offerte zunächst zurückgewiesen, wolle aber am Donnerstag erneut darüber sprechen. Mit dem Vorstandschef hätten auch dessen für Strategie zuständiger Vorstand Rüdiger Grube und der für das Asiengeschäft verantwortliche Nutzfahrzeug-Vorstand Eckhard Cordes ihre Posten zur Disposition gestellt.

DaimlerChrysler hatte vor einer Woche überraschend seinem Partner Mitsubishi Motors die Unterstützung für dessen milliardenteure Sanierung entzogen. Dies hatte die Spekulationen über die Position von Schrempp bei DaimlerChrysler losgetreten. Finanzvorstand Manfred Gentz hatte am Freitag auf die Frage nach personellen Konsequenzen aus dem Rückzug bei Mitsubishi Motors ausweichend geantwortet: „Das zu entschieden, ist die Sache des Aufsichtsrats“, sagte er.

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