Krise für Erweiterung nutzen
Siemens will offenbar zukaufen

Der Technologiekonzern Siemens will offenbar die Marktkrise für kleinere Zukäufe nutzen. Vorstandschef Peter Löscher will laut Medienberichten die drei Kerngeschäftsfelder Energie, Medizintechnik und Industrie erweitern. Auf der anderen Seite prüft der Konzern auch, sich von bisherigen Geschäftsfeldern zu trennen.

HB DÜSSELDORF. Siemens-Chef Peter Löscher sagte auf einem internen Managertreffen einem Teilnehmer zufolge: "Andere Unternehmen werden unter den sich wandelnden ökonomischen Rahmenbedingungen Schwächen zeigen. Siemens ist hingegen besser vorbereitet. Das eröffnet uns Spielraum für taktische Akquisitionen in den nächsten 18 Monaten." Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Siemens wollte sich zu den Angaben nicht äußern. Mit diesen "taktischen" Akquisitionen wolle Löscher seine die drei Kerngeschäftsfelder Energie, Medizintechnik und Industrie erweitern. "70 Prozent unserer Geschäfte sind bereits die Nummer eins oder Nummer zwei in ihren jeweiligen Märkten. Wir haben hier schon viel geschafft, können uns aber noch weiter verbessern", habe Löscher erklärt.

Siemens werde aber bei den Investitionen strenge Disziplin halten. Der Konzernchef habe allerdings durchblicken lassen, dass auch Trennungen von bisherigen Geschäftsfeldern auf dem Programm stünden. Er überprüfe "weiterhin beständig, ob wir der beste Eigentümer eines Geschäfts sind." Derzeit steht insbesondere der Anteil an dem gemeinsamen Computerbauer Fujitsu Siemens Computers zur Disposition.

Siemens trennt sich von seinen 50 Prozent an dem Joint Venture und verhandelt noch mit Fujitsu über die Zukunft des Unternehmens mit Hauptsitz in München. Löscher habe versichert, sein Haus sei finanziell gut aufgestellt. Das Unternehmen hatte sich in den vergangenen Monaten rund sechs Milliarden Euro vom Anleihemarkt geholt. Zudem verfüge der Konzern über unverbrauchte Kreditlinien über etwa acht Milliarden Dollar.

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