Kriselnde Autobauer
Opel und Peugeot geben Kleinwagen-Kooperation auf

Opel und PSA Peugeot-Citroën werden keine Kleinwagen gemeinsam bauen. Die Zusammenarbeit soll sich auf Kleintransporter und Lieferwagen beschränken. Opel könnte ein günstiges Einstiegsmodell neue Perspektiven eröffnen.
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Rüsselsheim/ParisBei Opel gibt es Bewegung im Kleinwagen-Bereich: Die Opel-Mutter General Motors und der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroën geben ihre Pläne für eine Zusammenarbeit bei Kleinwagen auf. Die beiden Unternehmen verfolgten ihre Kooperation bei kleinen Benzinmotoren ebenfalls nicht weiter, teilte Opel am Donnerstag mit.

Einem Bericht von Mittwoch zufolge will Opel ein neues, besonders günstiges Einstiegsmodell auf den Markt bringen. Derzeit werde im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim an einem Kleinwagen unterhalb der Modelle Corsa und Adam gearbeitet, berichtet die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ unter Berufung auf Opel-Kreise. GM hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, die Marke Chevrolet Ende 2015 aus Europa zurückzuziehen. Dadurch eröffnen sich für Opel vor allem im Kleinwagen-Bereich neue Perspektiven.

Weitaus schlechter ist die Lage bei PSA: Die Franzosen schreiben wegen der Absatzschwäche in diesem Jahr 1,1 Milliarden Euro ab. Das dürfte den Konzern operativ in diesem Jahr tiefer in die roten Zahlen drücken, erklärten die Franzosen am Donnerstag. Die Aktien gaben zu Handelsstart mehr als fünf Prozent nach.

Statt bei Kleinwagen wollen PSA und Opel nun bei Kleintransportern und Lieferwagen zusammenarbeiten. Eigentlich wollten die Autobauer ihre neuen Mini-Vans Meriva und Citroën C3 im Opel-Werk im spanischen Saragossa bauen. Nun sollen dort nur noch die Nachfolger der Kleintransporter beider Unternehmen hergestellt werden.

Das Nachfolgemodell des Opel Zafira wird in Zukunft dagegen in Frankreich gebaut. Der Wagen werde im ostfranzösischen Sochaux hergestellt, teilten Opel und PSA mit. Im Opel-Stammwerk im hessischen Rüsselsheim solle ein neues Modell angesiedelt werden, kündigte Opel an. Nähere Angaben wolle das Unternehmen aus Wettbewerbsgründen noch nicht machen. Der Standort Deutschland solle aber mit weiteren Investitionen gestärkt werden.

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Weniger Synergien als zunächst geplant

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