Kritik an Aquisitionspolitik
Entlassungen bei Clariant

280 weitere Arbeitsplätze wird der Schweizer Chemiekonzern Clariant am Heimatstandort abbauen. Damit wird der angekündigte Stellenabbau im Rahmen des Restrukturierungsprogramms fortgesetzt.

HB ZÜRICH. Der Abbau sei Teil des im vergangenen Jahr angekündigten Restrukturierungsprogramms, mit dem Ziel die Kosten des Konzerns zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt.

Clariant hatte im Februar die Streichung von rund 4 000 der insgesamt etwa 27 000 Stellen über alle Unternehmensbereiche hinweg angekündigt. Gewerkschaften kritisierten, dass die Belegschaft nun für die verfehlte Akquisitionspolitik wie etwa den Kauf der britischen BTP gerade stehen muss.

Für 250 bis 280 Clariant-Angestellten am Konzernhauptsitz Muttenz und in Reinach wurde nach Firmenangaben ein Sozialplan erstellt. Obwohl ein Teil des Personalabbaus über natürliche Fluktuation und vorgezogenen Ruhestand erreicht werden soll, werde es auch rund 100 Kündigungen geben, hiess es. Der Abbau solle bis Ende 2005 abgeschlossen sein.

Weiter werden laut Clariant-Angaben zahlreiche Funktionen aus den einzelnen Landesgesellschaft am Konzersitz Muttenz konzentriert.

Marktexperten begrüssten, dass das Restrukturierungsprogramm jetzt auch den Schweiz erreicht hat. Die Neuigkeiten zeigen nach Ansicht der Analysten der Bank Lombard Odier Darier Hentsch, dass es bei Clariant weiter vorangeht. Die Zentralisierung am Hauptsitz dürfte Vontobel-Analysten zufolge die Verwaltungskosten senken und helfen, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

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Entlassungen bei Clariant

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