Kritik an EU
Gazprom wehrt sich gegen zwangsweise Netzabspaltung

Alexander Medwedjew, der Vizechef des russischen Gazprom-Konzerns, kritisiert die Energiepolitik der EU. "Versorgungssicherheit braucht einen verlässlichen regulatorischen Rahmen", schreibt der Manager, der nicht mit den gleichnamigen russischen Präsidenten verwandt ist, in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Er kritisiert darin: "Die Europäische Kommission diskutiert Maßnahmen zur Liberalisierung des Energiemarktes in der EU. Ich bin aber nicht sicher, ob auch alle Punkte, die derzeit verhandelt werden, den verständlichen Wunsch der EU nach Versorgungssicherheit erfüllen können. So will die Kommission verlangen, dass Gaslieferanten die Kontrolle über ihre Gaspipelines völlig aus der Hand geben. Ich frage mich dabei: Gibt es Erfahrungswerte, dass solche Maßnahmen die dringend notwendigen Investitionen in die europäische Energie-Infrastruktur sichern? Oder könnten sie nicht vielmehr gerade den gegenteiligen Effekt haben? Ist das so genannte "Ownership Unbundling" mit den Prinzipien der freien Marktwirtschaft und des Eigentumsrechtes vereinbar?"

Medwedjew sieht sein eigenes Unternehmen unmittelbar betroffen und fragt: "Wie wird die Europäische Kommission angesichts ihres Bekenntnisses zur Freiheit von Handel und Investitionen jene Vorschläge auslegen, die Lieferanten aus Drittländern betreffen?"

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