Kritik an Fütterung mit Gen-Pflanzen
Greenpeace erwidert Klage von Müllermilch

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace setzt mit Demonstrationen ihre Kampagne gegen das Unternehmen Müllermilch fort. Diesem werfen die Umweltschützer vor, Milchkühe mit Gen-Pflanzen zu füttern.

HB BERLIN. Umweltaktivisten von Greenpeace haben am Sonnabend in 50 deutschen Städten vor Supermärkten gegen Produkte des Lebensmittel-Herstellers Müllermilch protestiert. Greenpeace setzt damit seine Aktionen gegen das bayerische Unternehmen fort, dem es vorwirft, seine Kühe mit genbehandeltem Futter zu ernähren. Müllermilch hatte jüngst angekündigt, eine einstweilige Verfügung gegen Greenpeace erwirken zu wollen, um damit zu verhindern, dass Informationen über die Fütterpraxis in dem Unternehmen an die Öffentlichkeit gelangen.

«Wir lassen uns von Müller nicht einschüchtern oder zensieren», sagte Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace am Sonnabend. «Das Unternehmen wäre besser beraten, in die gentechnikfreie Fütterung seiner Milchkühe zu investieren statt in Gerichtsverfahren».

Müllermilch hatte Anfang April angekündigt, eine gentechnikfreie Ernährung der Milchkühe gewährleisten zu wollen und versprach regelmäßige Kontrollen. Greenpeace deckte eigenen Angaben zufolge jedoch auf, dass weiterhin Gen-Futter verwendet wurde. Müllermilch hatte seitdem argumentiert, eine gentechnikfreie Fütterung sei nicht möglich. «Mit der Behauptung, ohne Gen-Futter ginge es nicht, versucht Müllermilch die Verbraucher zu verunsichern», sagte Brendel. Tatsächlich gebe es genügend Futtermilchhersteller, die ausreichend Futter ohne Gen-Pflanzen anbieten.

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