Kritik an RAG-Chef Müller
ThyssenKrupp will sich von RAG-Anteilen trennen

ThyssenKrupp will nach Worten seines Chefs Schulz beim Steinkohlekonzern RAG aussteigen. Schulz kritisierte in einem Interview RAG-Chef Müller.

HB BERLIN. Der ThyssenKrupp-Konzern |TKA Chart für thyssenkrupp ag 15,91 0,38%| will sich von seinem etwa 20-prozentigen Anteil an dem Essener Steinkohleproduzenten RAG trennen. ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz sagte dem Nachrichtenmagazin «Spiegel», er sei «zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr zu einer Lösung kommen werden».

Schulz äußerte sich zudem kritisch zu Plänen von RAG-Chef Werner Müller, das deutsche Kohle- und Koksgeschäft weiter auszubauen. Gegen eigene Investitionen des Essener Konzerns würde Schulz sein Veto im Aufsichtsrat einlegen, weil das «wirtschaftlicher Unsinn» wäre.

Müllers Pläne für eine neue Zeche nehme «niemand wirklich ernst, auch ich nicht», fügte Schulz hinzu. Politiker der nordrhein-westfälischen Landesregierung hatten sich den Plänen gegenüber zustimmend geäußert.

RAG-Chef Müller hält angesichts knapper Kapazitäten zur Erzeugung von Hochofenkoks und gestiegener Kohlepreise auf dem Weltmarkt neue Zechen und neue Kokereien für notwendig. Bei Wirtschaftsexperten ist das Vorhaben umstritten.

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