Kritik von Ex-Chef Gerhard Goll
EnBW nimmt Großaktionär EdF in Schutz

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) hat ihren Großaktionär Electricite de France (EdF) gegen heftige Kritik ihres früheren Vorstandschefs Gerhard Goll in Schutz genommen.

Reuters STUTTGART. Aus internen Unterlagen ergäben sich keinerlei Hinweise auf „irgendwelche Verpflichtungen der EdF gegenüber der EnBW, die von der EdF nicht eingehalten worden wären“, teilte der Strom- und Gasversorger am Mittwoch in Karlsruhe mit. Goll hatte der EdF vorgeworfen, im Jahr 2000 gegebene finanzielle Zusagen für die milliardenteuren Zukäufe Golls nicht erfüllt zu haben. „Bis heute hat die EnBW von der EdF keinen Cent erhalten“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“. „Wir sind immer wieder vertröstet worden.“ Es gebe keinen Anlass für Kritik an der EdF, betonte die EnBW. Die EdF sei im Übrigen rechtlich erst im März 2001 Aktionär der EnBW geworden.

Es sei bedauerlich, wenn der im Mai in Ruhestand gegangene Goll sein Verdienst selbst rückwirkend in Frage stelle, die EdF als Aktionär gewonnen zu haben, teilte die EnBW weiter mit. Der Ex-Vorstandschef hatte gesagt, er werfe sich vor, nicht früher aus Protest gegen die Haltung der EdF zurückgetreten zu sein.

Die staatliche EdF hatte zuletzt ihren Expansionskurs verlassen, nachdem sie riesige Schulden angehäuft hatte. Der drittgrößte deutsche Stromversorger EnBW leidet ebenfalls unter einer auf sechs Prozent zusammengeschmolzenen Eigenkapitalquote. Die EdF hält 34,5 % an EnBW, gilt aber als deren beherrschender Anteilseigner.

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