Kroatien und Bosnien
OMV will Tankstellen verkaufen

Die Österreichische Mineralöl-Vertriebsgesellschaft OMV will seine Tankstellen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina verkaufen. Der geplante Verkauf ist Teil einer grundlegenden Neuausrichtung des Unternehmens.
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WienDer Mineralöl- und Gaskonzern OMV will seine Tankstellen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina verkaufen. In den kommenden Monaten sollten dazu Gespräche mit möglichen Investoren aufgenommen werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Es ist der erste Schritt im Zuge der bis 2014 geplanten Firmenverkäufe über eine Milliarde Euro, den der neue Firmenchef Gerhard Roiss angestoßen hat.

Bei der Neuausrichtung will sich die OMV auf die Förderung von Öl und Gas konzentrieren und das Tankstellen- und Raffineriegeschäft verkleinern. Ein Verkauf der Töchter in Kroatien und Bosnien-Herzegowina würde einen gänzlichen Rückzug aus den beiden Märkten bedeuten, erklärte die OMV. Beide Länder seien nicht gut an das Versorgungsnetz des Konzerns angeschlossen - „was jetzt dazu führt, die Veräußerungsoptionen dieser beiden Tochtergesellschaften zu prüfen“, hieß es in der Mitteilung.

In Kroatien hat OMV 63 Tankstellen und kommt damit auf einen Marktanteil von rund 13 Prozent. In Bosnien-Herzegowina verfügt der Konzern über 28 Tankstellen und einen Marktanteil von rund acht Prozent. „OMV geht davon aus, dass der Käufer die Gesellschaften Kroatien und Bosnien-Herzegowina in bisherigem Umfang weiter betreiben wird“, hieß es.

Neben der Investorensuche für die beiden Töchter will die OMV festlegen, von welchen weiteren Firmenteilen sie sich trennen könnte. Ein Komplettausstieg aus dem Tankstellengeschäft in weiteren Ländern stehe dabei nicht auf der Tagesordnung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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