K+S: Kali-Probleme lassen den Gewinn einbrechen

K+S
Kali-Probleme lassen den Gewinn einbrechen

Hinter K+S liegt ein schwieriges Jahr. Neben dem Rückgang der Kalipriese gab es erhebliche Produktionseinschränkungen im Werk Werra. Das lässt den Gewinn des Konzerns einbrechen. Auch die Dividende schrumpft.
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FrankfurtProduktionseinschränkungen in seinem größten Kali-Werk und der Rückgang der Kalipreise haben K+S im vergangenen Jahr schwer zugesetzt. 2016 brach der operative Gewinn (Ebit I) auf 229 Millionen von 782 Millionen Euro im Jahr davor ein, wie der Salz- und Düngemittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Im vierten Quartal schrieb das Kasseler Unternehmen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sogar erneut rote Zahlen.

Der Umsatz sank im Gesamtjahr um 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Belastend wirkte sich dabei auch der milde Winter aus, der im Salzgeschäft die Nachfrage nach Auftausalz drosselte. Unter dem Strich verdiente K+S 131 Millionen Euro, ein Minus von 76 Prozent. Auch die Aktionäre müssen sich mit deutlich weniger begnügen: Die Dividende schrumpft auf 30 Cent je Aktie von 1,15 Euro im Vorjahr.

„2016 war ein schwieriges Jahr“, sagte Finanzchef Burkhard Lohr in einer Videobotschaft. 2017 soll aber die Erholung bringen. Die Preise für Kali, einer der Hauptbestandteile von Düngemitteln, stiegen wieder und der Absatz sollte in beiden Geschäftsbereichen zulegen. Der Vorstand erwartet, dass Umsatz und Ergebnis „spürbar“ über den Vorjahreswerten liegen dürften. Weitere Produktionseinschränkungen in längeren Perioden von Niedrigwasser in der Werra könnten jedoch zu erheblichen Abweichungen führen.

K+S hatte im vergangen Jahr mit erheblichen Produktionseinschränkungen an seinem Werk Werra zu kämpfen, da die Nordhessen über Monate auf eine neue Genehmigung zur Versenkung salzhaltiger Abwässer, die bei der Kaliproduktion anfallen, warten mussten. Zuvor hatte das Unternehmen nur eine Übergangserlaubnis erhalten, die genehmigte Versenkmenge hatte K+S bereits seit Ende Oktober aufgebraucht. Zwar erhielt der Konzern im Dezember dann doch noch die lange erhoffte Versenkerlaubnis bis 2021, allerdings zum letzten Mal und in einem geringeren Umfang als beantragt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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