K+S-Konkurrent
Mosaic legt Expansionspläne auf Eis

Wegen bescheidener Aussichten im Geschäft mit Kali-Düngemittel lässt der K+S-Konkurrent seine Expansionspläne lieber erst mal bleiben. Sobald sich die Lage bessert, könnt sich das aber wieder schnell ändern.
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FrankfurtDer K+S -Konkurrent Mosaic legt seine Expansionspläne wegen flauer Aussichten im Geschäft mit Kali-Düngemitteln vorerst aufs Eis. Die geplante Aufstockung der Kapazitäten um zwei Millionen Tonnen im Westen Kanadas werde fürs erste verschoben, sagte Finanzchef Larry Stranghoener am Montag. "Wenn die Marktbedingungen und die risikogewichteten Erträge es rechtfertigen, gehen wir davon aus, diese Projekte wieder in Gang zu setzen.“ Die Aktien des US-Konzern gaben daraufhin rund drei Prozent nach.

Die Preise für Kali-Düngemittel sind seit einiger Zeit unter Druck, weil sich wichtige Abnehmer mit Bestellungen zurückgehalten und Rabatte durchgesetzt haben. Aus Sicht von Analysten könnte es mittelfristig zudem zu einem Überangebot an Kali-Düngemitteln kommen, wenn neue Unternehmen in den Markt drängen und zu viele neue Minen eröffnet werden. Einige Hersteller haben ihre Expansionspläne bereits eingestampft. Manche Experten haben auch Zweifel daran, ob der Rohstoffkonzern BHP Billiton an der Eröffnung der weltgrößten Kali-Mine Jansen in Kanada festhält.

Der größte europäische Düngemittelhersteller K+S, der am Dienstag seine Zahlen fürs erste Quartal vorlegt, will an der Erschließung seiner neuen Mine in Kali-Kanada festhalten. Die Branche setzt darauf, dass die Nachfrage nach Düngemittel angesichts der steigenden Weltbevölkerung langfristig steigen wird. Der Branchenführer Potash aus Kanada hat seinen Kapazitäten deshalb bereits ausgebaut.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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