Küchenbauer
Alno schreibt nur knapp schwarze Zahlen

Der Küchenhersteller Alno ist wegen Millionenverlusten einer inzwischen verkauften Tochterfirma und eines schleppenden Verkaufs von Elektrogeräten knapp an der Verlustzone vorbeigeschrammt.

HB FRANKFURT. Vor Steuern habe Alno 2005 0,6 Millionen Euro verdient nach 3,7 Millionen ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit Sitz im badischen Pfullendorf am Montag mit. Allein die Tochter Wellpac habe mit einem Verlust von mehr als drei Millionen Euro zu Buche geschlagen, sagte eine Firmensprecherin. Von dem Anbieter von zerlegten Küchenmöbeln hatte sich Alno im Sommer 2005 getrennt. Weil zudem deutlich weniger Elektrogeräte verkauft worden seien, sei auch der Umsatz um fast sechs Prozent auf 613 Millionen Euro eingeknickt.

Auch das laufende Jahr sieht der Alno-Vorstand skeptisch. „Das Geschäftsjahr 2006 ist aus branchenspezifischen Gründen mit Vorsicht zu betrachten“, sagte Vorstandschef Frank Gebert. Der Markt für Küchenmöbel sei stark rückläufig, bereits 2005 sei er im Inland um mehr als vier Prozent zurückgegangen. Zudem sei von weiteren Preissteigerungen für Material und Personal auszugehen. Nachdem das Ergebnis von Alno im ersten Quartal 2006 aber über dem Vorjahresniveau gelegen habe, rechne er bis zum Jahresende mit einem höheren Ergebnis als 2005.

Nach siebenjährigen Durststrecke hatte Deutschlands größter Einbauküchen-Hersteller 2004 die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. An Alno sind neben den Gründerfamilien Hellwig (21,5 Prozent) und Nothdurft (12,5 Prozent) der amerikanische Haushaltsgerätehersteller und Vermarktungspartner von Alno, Whirlpool, mit 25,5 Prozent und die Commerzbank mit 20,6 Prozent beteiligt.

Die Alno-Aktie notierte an der Stuttgarter Börse am Montag mit 5,60 Euro.

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