Küchengeräte
WMF verkauft zu wenig Kaffeemaschinen

Hotels sparen weltweit bei ihrer Ausstattung, außerdem lässt die Nachfrage nach Kaffeemaschinen nach - das wirkt sich auf das Geschäft des Küchengeräteherstellers WMF aus: Das Ergebnis ist im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen. Helfen soll nun eine flexiblere Belieferung der Filialen und eine großen Werbekampagne im Weihnachtgeschäft.

HB GEISLINGEN. Ein schleppendes Auslandsgeschäft und die schwache Nachfrage nach Kaffeemaschinen haben das Geschäft des Küchengeräteherstellers WMF stark belastet. Im ersten Halbjahr 2009 ging des Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 26,1 Mio. auf 19,7 Mio. Euro zurück, wie das Unternehmen mit Sitz in Geislingen (Kreis Göppingen) am Donnerstag mitteilte. Der Nettogewinn sackte von 18,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 11,9 Mio. Euro ab, der Umsatz reduzierte sich von 382,8 Mio. auf 377,6 Mio. Euro.

Die Investitionszurückhaltung von Hotels bei ihrer Ausstattung mit Besteck und Warmhalteplatten sowie die gedrosselte Nachfrage nach großen Kaffeemaschinen habe zu dem Einbruch geführt, erklärte ein Unternehmenssprecher. In den USA sowie in Spanien müsse WMF die größten Rückgänge verkraften. Das Deutschlandgeschäft laufe dagegen gut.

Der Küchengerätehersteller will mit einer flexibleren Belieferung seiner Filialen sowie einer großen Werbekampagne im Weihnachtgeschäft gegensteuern. Ein Stellenabbau sei nicht geplant, erklärte der Sprecher. Zum Halbjahr lag die Beschäftigtenzahl auf Vorjahresniveau bei 5 900 Mitarbeitern. Das Ziel bleibe, Umsatz und Ebit des Vorjahres zu erreichen. WMF setze dabei vor allem auf Großaufträge zum Jahresende. Die Erlöse lagen im Jahr 2008 bei 795,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 41,3 Mio. Euro.

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