Küchenmöbelmarkt
Letzte Chance für Alno

Küchenhersteller Alno kommt nicht aus der Krise: In den ersten vier Monaten musste das Unternehmen Umsatzeinbußen von rund 12 Prozent hinnehmen. Die schwache Branchenkonkunktur erschwert die Sanierung.

STUTTGART. Konjunktureller Gegenwind bedroht die Genesung von Alno. „Wir haben in den ersten vier Monaten Umsatzeinbußen von zwölf Prozent“, sagte Vorstandschef Georg Kellinghusen bei der Vorstellung der Bilanz. Damit liegt das Minus sogar noch leicht über dem Branchendurchschnitt. Bis Ende des Jahres könne der Umsatz auf 550 Mill. Euro schrumpfen.

Auch die Wirtschaftprüfer von Ernst & Young rechnen in ihrem Bestätigungsvermerk im Geschäftsbericht mit weiteren Umsatzeinbußen auf dem schwierigen Küchenmöbelmarkt. Deshalb müsse ein besonderer Augenmerk auf „die Sicherung der Ergebnissituation und die Liquidität“ gelegt werden. „Wir haben die Verschlechterung früh gesehen und im Januar noch einmal den Abbau von einhundert Stellen mehr als ursprünglich geplant beschlossen“, sagte Kellinghusen. Alno habe tiefer geschnitten als andere und halte trotz der schwierigen Marktbedingungen am Ziel fest, in diesem Jahr ein ausgeglichenes operatives Ergebnis zu erzielen. Nach Einschätzung von Branchenexperten ist das die letzte Chance für den Dauerpatienten.

Seit Kellinghusens Antritt im Frühjahr 2007 hat der hinter Nobilia zweitgrößte deutsche Küchenhersteller 600 Stellen abgebaut und beschäftigt jetzt noch 2 000 Leute. Der Personalabbau hat dem Unternehmen mit den Marken Alno, Wellmann, Impuls und Pino 2007 tiefrote Zahlen beschert. Bei einem Umsatzminus von 2,2 Prozent auf 602 Mill. Euro verdreifachte sich der Verlust vor Steuern auf 61 Mill. Euro.

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