Kühlmittel
EU unterstützt Zulassungsstopp für Mercedes

Im Streit um klimaschädliche Kühlmittel erhält Frankreich nun Rückendeckung von der EU. Nach Ansicht von Industriekommissar Tajani verstoßen mehrere Daimler-Modelle gegen EU-Vorschriften.
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Brüssel/StuttgartDie EU-Kommission hat Frankreich bei dem umstrittenen Zulassungsstopp für mehrere Mercedes-Modelle den Rücken gestärkt. Einige Fahrzeuge von Daimler stünden nach der vorläufigen Analyse der Kommission nicht in Einklang mit ihrer Typgenehmigung. Sie könnten deshalb nicht in der Europäischen Union verkauft oder angemeldet werden, erklärte Industriekommissar Antonio Tajani am Dienstag in Brüssel.

Frankreich hatte Anfang Juli befristet die Zulassung der Mercedes-Modelle A- und B-Klasse sowie SL ausgesetzt, weil deren Klimaanlagen noch mit einem klimaschädlichen Kältemittel befüllt sind. In der EU müsste aber ein neues, klimafreundlicheres Mittel eingesetzt werden. Die Mitgliedstaaten hätten in einem solchen Fall das Recht zu vorübergehenden Schutzmaßnahmen, befand der Kommissar.

Die Kommission betrachte die französische Initiative als gerechtfertigt. Die Bundesregierung hatte den Schritt dagegen kritisiert – und kann daher nach dieser Erklärung nicht auf Schützenhilfe der Kommission zählen.

Für Daimler ist die Erklärung ein Rückschlag: Der Stuttgarter Autobauer hatte versucht, den schon Monate währenden Streit um das Klimaanlagen-Kältemittel zu beenden und sich vom Kraftfahrtbundesamt in Flensburg nachträglich Zulassungsgenehmigungen für die drei Mercedes-Modelle besorgt, die das bisher übliche Kältemittel an Bord haben.

Frankreich erkannte diese nachträgliche Zulassungsgenehmigung der deutschen Behörde aber nicht an und stellt den Besitzern der Neuwagen keine Papiere mehr aus. Auf ein Jahr hochgerechnet könnte das bis zu 30.000 Mercedes-Fahrzeuge betreffen. Ein Daimler-Sprecher pochte auf die erteilte Genehmigung durch das KBA: „Unsere Fahrzeuge haben eine europaweit gültige Zulassungsgenehmigung.“ Daher dürfe der Zulassung „nichts im Wege stehen“.

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EU-Kommission zieht Daimlers Bedenken in Zweifel

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  • Schutz der französischen Autoindustrie durch die EU-Hintertüre, das ist der wahre Zweck der EU-Vorgehensweise gegenüber Mercedes.

  • Ich empfehle im Zweifelsfall ein Blick ins Chemiebuch.

    Unter der Einwirkung von Licht entsteht aus R134a Trifluoressigsäure. Bei Hitze und entsprechender Luftfeuchtigkeit kommt es zur Zersetzung in Flusssäure.

    Aber selbst ohne Hitze und ohne Luftfeuchtigkeit wird bei Lichteinwirkung aus R134a eine Säure, welche gesundheitsschädlich beim Einatmen ist, schwere Verätzungen verursacht und auch in Verdünnung schädlich für Wasserorganismen ist.

    Also harmlos kann man R134a nun wirklich nicht nennen.

  • Danke für die Aufklärung. Die von Ihnen aufgezeigten PRobleme scheint dieEU aber nicht weiter zu stören. Es geht schließlich um Vorschrioften. Da spielt die Gesundheit bzw die Schäden bei Menschen doch keine Rolle. Wo kämen wiur denn da hin?

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