Kürzungen befürchtet
Solarfirmen brauchen Partner

Das Geschäft mit dem Sonnenlicht läuft in Deutschland gut – auch dank einer Rekord-Solarförderung in diesem Jahr. Das langfristige Überleben ist dennoch nicht bei allen gesichert, einigen Herstellern fehlt es an Finanzkraft.
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DÜSSELDORF. Die deutsche Solarbranche setzt sich ehrgeizige Ziele. „Die Systempreise müssen bis 2020 um mehr als 50 Prozent gesenkt werden“, forderte Günther Cramer. Nach Ansicht des gerade wiedergewählten Präsidenten des Bundesverbands Solar und Chef des Weltmarktführers bei Wechselrichtern SMA Solar könnten dann schon 2017 erste Photovoltaik-Anlagen im Haushaltssegment ohne Solarförderung auskommen. Einige Unternehmen brauchen Partner, um die Ziele zu erreichen.

„Die nächsten Jahre sind entscheidend für die Zukunft der deutschen PV-Branche“, hob Cramer mit Blick auf die Ergebnisse einer Gemeinschaftsstudie der Berater von Roland Berger und Prognos hervor. Die Branche legte die Studie gerade zu einem Zeitpunkt vor, in dem in Berlin über weitere Kürzungen der Solarförderung nachgedacht wird. Denn in diesem Jahr dürften die neu installierten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland einen Rekordwert von rund 8 000 Megawatt erreichen. Das hat zur Folge, dass dieses Jahr so viel für die Solarförderung gezahlt wird, wie noch niemals zuvor.

Der Grund: Seit 1. Oktober erhalten Kunden je nach Anlage pro Kilowattstunde, die sie ins Stromnetz einspeisen, rund 33 Cent – und das für 20 Jahre garantiert. Da die Differenz zum Preis an der Strombörse auf die Rechnungen aller Stromkunden umgelegt wird, steigt die Umlage an – und die Kritik an der hohen Förderung wächst.

Seit Wochen befürchtet die Branche, die Politik könnte eine „Deckelung“ der Förderung beschließen. Ab einer bestimmten Zahl von Neuinstallationen gäbe es dann überhaupt keine Solarförderung mehr. Branchenvertreter verweisen auf Spanien, wo der Markt nach Einführung einer Deckelung von jährlich 500 Megawatt einbrach.

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