Kürzungen
SGL Carbon will 150 Millionen Euro einsparen

Der Karbonspezialist SGL will mit einem Sparprogramm aus den roten Zahlen klettern. Bis 2015 will SGL Carbon Personalstellen und auch Standorte streichen. Billiglohnländer sind ebenfalls ein Thema.
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MünchenSGL Carbon reagiert mit einem großangelegten Sparprogramm auf den Preisrückgang im Kerngeschäft mit Grafitelektroden. Bis 2015 sollen die Kosten um 150 Millionen Euro sinken, wie der Karbonhersteller am Montag mitteilte. Um weniger ausgeben zu müssen, stellt SGL Fertigungswerke und sein Randgeschäft auf den Prüfstand. Die Produktion soll stärker gebündelt werden, randständige Sparten verkauft oder eingestellt werden, hieß es. Der Großteil der Maßnahmen solle bereits im laufenden und im kommenden Jahr umgesetzt werden. Die noch unbezifferten Kosten würden zum wesentlichen Teil bereits 2013 verbucht. Wie viele Arbeitsplätze und Standorte den Plänen zum Opfer fallen, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher.

SGL begründete die Sparanstrengungen mit den niedrigen Preisen für Graphitelektroden sowie schwachen Geschäften mit Graphitspezialprodukten. Hinzu kämen Verluste, die sich durch die Verzögerungen im Geschäft mit Karbonfasern und Komponenten ergäben.

Bereits im August hatte SGL-Chef Robert Koehler angekündigt, für die zwei Tochterfirmen Rotec und Hitco neue Partner zu suchen. Der Rotorblatthersteller und die US-Rüstungstochter sollen in Gemeinschaftsfirmen umgewandelt werden. Von den Einschnitten in der Elektrodensparte könnten ein bis zwei Standorte betroffen sein, kündigte Koehler seinerzeit an. Wegen der schwachen Nachfrage aus der Solar- und Halbleiterindustrie prüfen die Wiesbadener auch Verlagerungen in Billiglohnländer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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