Kuka-Deal
Anlagenbauer Voith will Anteil an Chinesen abgeben

Ursprünglich war die Beteiligung am Roboterhersteller Kuka eine wichtige Säule der „Industrie 4.0“-Strategie von Voith. Doch der Anlagenbauer will seinen 25,1-prozentigen Anteil wohl nach China verkaufen. Das Geld lockt.

FrankfurtDer größte Aktionär des Augsburger Roboterbauers Kuka will nach einem Medienbericht seine Anteile an den chinesischen Investor Midea verkaufen. Wie das „Manager Magazin“ am Donnerstag berichtete, werde der Familienkonzern Voith aus Heidenheim seine 25,1 Prozent an Kuka veräußern und damit das Midea-Angebot annehmen. Dies sei bei einer Voith-Gesellschafterversammlung beschlossen worden.

Voith bestätigte am Donnerstag die Verkaufsabsicht nicht und erklärte, man werde sich „zu gegebener Zeit zum Angebot von Midea äußern“. Allerdings dementierte Voith-Sprecher Lars Rosumek, dass die Entscheidung bereits gefallen sei. „Es gibt keine Beschlusslage für einen Verkauf“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Wie das „Manager Magazin“ berichtete, ergebe nach Ansicht der Voith-Gesellschafter eine Rolle als Juniorpartner neben einem dominierenden Großaktionär Midea weder strategisch noch finanziell Sinn.

Ein Verkauf der Anteile würde dem Unternehmen aus Baden-Württemberg einen Milliardenbetrag einbringen. Midea bietet 115 Euro je Kuka-Papier und bewertet das Unternehmen somit insgesamt mit knapp 4,6 Milliarden Euro.

Der chinesische Hausgerätehersteller will mindestens 30 Prozent von Kuka haben, bei einem Verkauf von Voith hätte Midea diese Marke bereits weit übersprungen. Denn schon vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots im Mai hatte sich Midea mehr als 13 Prozent der Kuka-Aktien gesichert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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