Kunden müssen sich auf nächsten Preisanstieg einstellen
Gaspreise vor der nächsten Runde

Gaskunden müssen sich auf weitere Preisanstiege in den kommenden Monaten einstellen. „Die Preise werden spätestens Anfang 2006 weiter nach oben gehen“, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Bayerischen Gas- und Wasserwirtschaft, Claus Gebhardt, der Nachrichtenagentur dpa in Augsburg.

HB AUGSBURG. Auch angesichts der hohen Ölpreise werde der Anstieg voraussichtlich kräftig ausfallen. Eine Entkopplung der Gas- von den Ölpreisen, wie sie beispielsweise die bayerische Staatsregierung anstrebt, sei nicht absehbar. Dies sei von den Produzenten, die ihre Milliarden-Investitionen hereinholen wollten, nicht gewollt.

„Wir können uns der internationalen Entwicklung nicht entziehen, wir werden die Bindung des Gases an den Ölpreis nicht los“, sagte Gebhardt. Auch angesichts politischer Initiativen werde sich daran voraussichtlich wenig ändern. Aus Gebhardts Sicht sollten sich die Anstrengungen der Politik stärker darauf richten, dass Deutschland näher an die Gasquellen heranrückt, beispielsweise durch die Beteiligung an Gasproduzenten im Ausland. So lasse sich eine höhere Versorgungssicherheit erreichen, die zugleich erlaube, dass deutsche Unternehmen stärkeren Einfluss auf die Preisbildung nähmen.

Zu den Bestrebungen des Bundeskartellamtes für mehr Wettbewerb im Gasmarkt sagte Gebhardt, es müsse einerseits auch weiterhin langfristige Verträge geben, um die Grundversorgung in Deutschland zu gewährleisten. Hinzu sollten aber nach dem Vorbild der Stromwirtschaft mittel- und kurzfristige Verträge kommen, die Langfristverträge überlagerten. „Das wäre ein Kompromiss, um dem Wettbewerb Vorschub zu leisten und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“

Zum Jahresbeginn hatten in Bayern 16 Versorger auf Druck der Landeskartellbehörde auf Preiserhöhungen vorerst verzichtet und zugesagt, die Preise bis Ende Juni konstant zu halten. Seither haben wieder einzelne Unternehmen ihre Preise erhöht.

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