Kunststoff-Spezialist: Balda kauft erneut in den USA zu

Kunststoff-Spezialist
Balda kauft erneut in den USA zu

Der Kunststoffspezialist Balda baut seine Präsenz in den USA aus. Für einen hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag übernimmt die Firma einen kalifornischen Hersteller.
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FrankfurtDer Kunststoffteile-Hersteller Balda setzt seine Einkaufstour in den USA fort. Für einen hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag kaufe das Unternehmen die kalifornische HK Plastics Engineering Inc komplett, teilte Balda am Samstag mit. Durch den Kauf, der zum Jahresende wirksam werde, baue der Konzern seine Präsenz im strategisch wichtigen US-Markt aus. Der Kaufpreis werde vollständig aus vorhandenen Mitteln finanziert. Verkäufer seien die deutschstämmigen Gründer-Familien von HK Plastics, einem Hersteller von Kunststoff-Spritzgussformen.

Das US-Unternehmen, 1974 vom in Bayern geborenen Horst Krippner gegründet, beschäftige gut 80 Mitarbeiter, habe 2012 umgerechnet rund elf Millionen Euro Umsatz erreicht und schreibe operativ (EBITDA) Gewinn.

Balda hatte kurz vor Weihnachten schon eine Akquisition in den USA bekanntgegeben. Ebenfalls zum 31. Dezember übernimmt die Firma für 33 Millionen Euro die kalifornische C.Brewer Company, die wie Balda in der Medizintechnik unterwegs sei und zudem für US-Brillenhersteller sowie für die Automobil- und Elektroindustrie produziere.

Balda will durch weitere Übernahmen in den USA und Westeuropa den Konzernumsatz auf 150 bis 200 Millionen Euro hochschrauben. Die Sparte Medizintechnik soll dadurch auf 100 Millionen Euro kommen, 2011 hatte sie erst 40 Millionen erwirtschaftet.

Balda liefert Kunststoffprodukte für die Medizintechnik und Baugruppen für Elektronikprodukte. In dem Unternehmen tobt ein Streit zwischen Vorstand und Aktionären, die der Firmenleitung vorwerfen, vor allem die Interessen eines chinesischen Miteigentümers zu verfolgen. In Deutschland hat das im SDax gelistete Unternehmen gut 200 Mitarbeiter, weltweit gut 1.200. Im Rumpfgeschäftsjahr (Januar bis Juni 2012) machte Balda bei einem Umsatz von 24,7 Millionen Euro ein Defizit von 14,7 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern.

 

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