Kunststoffmaschinen-Hersteller
Krauss Maffei folgt den Ingenieuren

Der Kunststoffmaschinen-Hersteller Krauss Maffei rechnet für die nächsten Jahre mit einem kräftigen Wachstum. Am Stammsitz in München fehlen dem Traditionsunternehmen aber die Ingenieure, um die vielen zusätzlichen Aufträge abzuarbeiten. Der Mangel an Spezialisten treibt den Münchener Hersteller von Kunststoffmaschinen ins Ausland.

MÜNCHEN. Deshalb baut der Konzern jetzt in der Slowakei ein neues Konstruktionszentrum auf und stellt dafür in den nächsten zwei Jahren 80 Ingenieure ein

"Wir haben in München große Schwierigkeiten, Ingenieursnachwuchs zu bekommen", sagte Vorstandschef Dietmar Straub im Gespräch mit dem Handelsblatt. Aus diesem Grund investiert der weltweit größte Plastikmaschinen-Anbieter nun in der slowakischen Universitätsstadt Zilina. Dort kooperiert der Konzern mit dem lokalen Institut für Maschinenbau.

Krauss Maffei kann die neuen Mitarbeiter gut gebrauchen, denn das Unternehmen ist auf einem strammen Expansionskurs. Im letzten Geschäftsjahr (30.9.) kletterte der Auftragseingang um mehr als acht Prozent auf knapp 1,1 Mrd. Euro. In der ersten Hälfte des neuen Geschäftsjahrs habe sich dieser Trend ungebrochen fortgesetzt, unterstrich Straub: "Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis haben sich positiv entwickelt." Details nannte der Manager allerdings nicht. Zuletzt lagen die Erlöse bei 950 Mill. Euro, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erreichte 71 Mill. Euro, 41 Prozent mehr als zuvor.

Das Unternehmen wird unter Investmentbankern als einer der heißen Kandidaten für einen Börsengang gehandelt, sollte sich die Lage an den Kapitalmärkten wieder aufhellen. Firmenchef Straub wollte sich zu einer möglichen Emission aber nicht äußern. Eigentümer ist der Finanzinvestor Madison Capital Partners.

Krauss Maffei hat eine bewegte Vergangenheit: Bis ins Jahr 2000 gehörte die Firma dem Mischkonzern Mannesmann. Nach der Übernahme der Düsseldorfer durch den englischen Mobilfunkriesen Vodafone ging sie an Siemens. Die Münchener wiederum reichten den Maschinenbauer 2002 weiter an das amerikanische Privat-Equity-Haus KKR. Vier Jahre später stieg dann der heutige Besitzer Madison ein. Lange firmierte die Firma unter der Marke Mannesmann Plastics Machinery.

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