Kunststoffteilehersteller
Noch ein langer Weg für Balda

Der Gewinn des Kunststoffteile-Herstellers Balda bleibt niedrig – und das, obwohl sich der Umsatz verdoppelt hat. Der Finanzvorstand hat Besserung versprochen und will die Konzernstrukturen verändern.
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DüsseldorfDank der neuen US-Töchter hat der Kunststoffteile-Hersteller Balda seinen Umsatz im ersten Quartal des Bilanzjahres 2013/14 verdoppelt. Das Ergebnis blieb indes mager und soll durch Kosteneinsparungen in den kommenden Jahren „deutlich" steigen, wie Balda am Donnerstag mitteilte.

In den ersten drei Monaten des seit Juli laufenden Bilanzjahres 2013/14 verbuchte die Firma einen Erlös von 17,5 (Vorjahr: 8,1) Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,1 (0,5) Millionen Euro. Der Nettogewinn von 7,3 (6,7) Millionen Euro sei im Wesentlichen von positiven Währungseffekten geprägt.

Der neue Vorstand bekräftigte seine reduzierten Jahresziele, die einen Umsatz von 70 bis 80 Millionen Euro vorsehen und eine operative Umsatzrendite (EBITDA-Marge) im einstelligen Prozentbereich. Finanzvorstand Dieter Brenken versprach aber Besserung. Die Kostenstrukturen müssten verbessert werden.

„In allen Segmenten sehen wir Optimierungspotenzial, das wir konsequent heben werden, um unsere Ebitda-Marge schrittweise deutlich zu verbessern." Im Bilanzjahr 2012/13 hatte Balda knapp 60 Millionen Euro erlöst und ein Ebitda von 4,1 Millionen Euro erzielt.

Balda war seit Jahresbeginn durch Querelen mit Großaktionär Thomas van Aubel über die Besetzung des Kontrollgremiums erschüttert worden. Der Manager ist allerdings inzwischen Aufsichtsratschef und eine seiner ersten Aktionen war die Berufung von Interimsmanager Brenke und die Entlassung von Firmenchef Dominik Müser. Dessen Nachfolger Oliver Oechsle hatte van Aubel ursprünglich als einen Kandidaten für den Aufsichtsrat vorgesehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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