Kupfer
Norddeutsche Affinierie dämpft Erwartungen

Der Kupferhersteller Norddeutsche Affinerie hat nach einem Umsatz- und Ertragsrekord im Geschäftsjahr 2007/08 die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr gedämpft.

HB HAMBURG. Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie erhöht nach einem Gewinnsprung die Dividende kräftig. „Aufgrund des ausgezeichneten Ergebnisses werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 26. Februar 2009 eine Dividende in Höhe von 1,60 Euro je Aktie vorschlagen“, erklärte Konzernchef Bernd Drouven am Mittwoch in Hamburg. Im Vorjahr waren 1,45 Euro je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet worden.

Nach einem Anstieg des Konzernüberschusses im Ende September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr, der dank der Übernahme des belgischen Rivalen Cumerio mit 50 Prozent auf 237 Mio. Euro üppig ausfiel, erwartet der Vorstand eine deutliche Abschwächung des Ergebnisses im ersten Geschäftsquartal. Im Laufe des nächsten Jahres werde sich das Geschäft voraussichtlich stabilisieren.

Den Vorsteuergewinn steigerte die NA im abgelaufenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben um mehr als ein Drittel auf 341 Mio. Euro und übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Dabei schlugen positive Einmal- und Bewertungseffekte von 73 Mio. Euro zu Buche. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Vorsteuergewinn von 300 Mio. Euro gerechnet. Der Umsatz schwoll um 30 Prozent auf 8,385 Mrd. Euro an. Diese Größenordnung hatten die Branchenexperten in etwa erwartet.

Auch im vierten Quartal habe der Konzern ein außerordentlich gutes Ergebnis erwirtschaftet, hieß es. Grund für den insgesamt sehr erfolgreichen Geschäftsverlauf sei eine konstant gute Ausbringung von Metallen bei hohen Preisen. Die Schmelzlöhne für verarbeitete Kupferkonzentrate seien zum Vorjahr zwar gesunken, lägen aber deutlich über dem Marktniveau. Darüber hinaus sei das Niveau bei Raffinierlöhnen für Altmetalle und sonstige Recyclingmaterialien sehr gut gewesen. Auch die Preise für Schwefelsäure seien gestiegen. Die Schwefelsäureproduktion erhöhte sich auf 1.600.000 Tonnen (1.103.000).

„Die Integration von Cumerio verläuft weiterhin erfolgreich“, sagte Drouven. Nach der Übernahme des belgischen Kupferherstellers Cumerio will sich die Norddeutsche Affinerie durch Beschluss der Hauptversammlung im kommenden Jahr in Aurubis umbenennen. Die Synergieeffekte des Zusammenschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr bezifferte der Konzern auf rund fünf Millionen Euro. Die Umsetzung der mittelfristigen Sparpotentiale von über 40 Millionen Euro pro Jahr werde konsequent weiter verfolgt.

Die NA stellt mit 4.106 (3.219) Mitarbeitern aus Kupfererz reines Kupfer her und verarbeitet es weiter zu Produkten, die zum Beispiel in der Auto-, Elektro- und Bauindustrie zum Einsatz kommen. Der Kupferpreis hat sich im vergangenen Jahr im Durchschnitt auf 7,785 (7.088) Dollar je Tonne erhöht. Die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten sei dabei allerdings uneinheitlich verlaufen. Bei der Kupferverarbeitung sei die Marktentwicklung für das Hauptprodukt Gießwalzdraht sehr gut verlaufen, bei Stranggussprodukten dagegen unbefriedigend.

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