Kupferhütte
Aurubis glänzt mit Rekordumsatz

Europas größte Kupferhütte Aurubis hat ihren Vorsteuergewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 stark erhöht. Die Konjunkturerholung beflügelt das Unternehmen so sehr, dass Konzernchef Bernd Drouven für das bereits angelaufene Geschäftsjahr 2010/2011 einen weitere Ergebnisverbesserung in Aussicht stellt.
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FRANKFURT. Europas größter Kupferhersteller Aurubis hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz eingefahren. Um knapp die Hälfte zogen die Erlöse auf 9,9 Milliarden Euro an; Treiber waren die Kupferpreise, die auf ein Rekordniveau geklettert sind. Das gold-gelbe Material verteuerte sich auf über 9 200 Dollar pro Tonne und kostet damit mehr als vor Ausbruch der Wirtschaftskrise im Herbst 2008.

Ein Ende der Preisspirale ist nicht abzusehen. Denn der Ausbau der Infrastruktur in den Schwellenländern und der zunehmende Absatz an Elektroautos treibt die Nachfrage schneller in Höhe als die Rohstoffkonzerne neue Kupferminen erschließen können.

Aurubis-Chef Bernd Drouven erwartet für das laufende Jahr einen branchenweiten Absatz von 18,3 Millionen Tonnen. Innerhalb von fünf Jahren soll dieser auf 22,2 Millionen Tonnen klettern, wie er am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz sagte. Aus Furcht vor einer Angebotsverknappung hat sich vor allem China an der Londoner Metallbörse LME mit Kupfer eingedeckt. Aber auch spekulative Anleger aus der Finanzwelt haben mit Blick auf einen weiteren Preisschub größere Positionen aufgebaut.

Die Rekordpreise für das Material bescherten Aurubis ein kräftiges Umsatzplus, durchweg zufrieden kann Drouven damit aber nicht sein. Denn das Ergebnis von Aurubis orientiert sich nicht an der Höhe des Kupferpreises, sondern an den sogenannten Schmelzlöhnen und dem Nebenprodukt Schwefelsäure.

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