Kupferhütte
Norddeutsche Affinerie will weiter zukaufen

Bei Europas größter Kupferhütte Norddeutsche Affinerie (NA) steigt nach dem Kartellamtsentscheid gegen ihren ungeliebten Großaktionär Mirko Kovats der Optimismus. Vorstandschef Bernd Drouven hofft auf steigende Schmelzlöhne, die für den Gewinn ausschlaggebend sind. Auch zeigt er Interesse an weiteren Zukäufen.

HB HAMBURG. "Nun blicken wir mit großer Zuversicht auf die nächsten Monate", sagte Vorstandschef Bernd Drouven auf der Hauptversammlung am Freitag in Hamburg. Das Marktumfeld entwickele sich günstig. Die NA könne sich ganz auf die Integration der belgischen Kupferhütte Cumerio konzentrieren.

"Unsere wichtigsten Rohstoffmärkte sind in einer guten Verfassung, die Konzentratschmelzlöhne auf dem Spotmarkt haben sich in den letzten Monaten leicht erholt", sagte Drouven laut Redemanuskript. "Wir gehen davon aus, dass sie Schmelzlöhne im zweiten Halbjahr 2008 wieder steigen werden." Die Kupferhütten erhalten Kupferkonzentrat von den Minen und verarbeiten es zu reinem Kupfer weiter.

Das Bundeskartellamt hatte am Donnerstag überraschend angeordnet, dass die von Kovats kontrollierte Industrieholding A -Tec alle Anteile an der Affinerie verkaufen muss. Zuletzt hatte A -Tec knapp 14 Prozent an der NA gehalten. Mit dem Spruch hat der Österreicher kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung der NA. Kovats war bei Cumerio eingestiegen und hatte die von der NA geplante Übernahme blockiert. Er verlangte mehr Einfluss bei dem norddeutschen Kupferkonzern und strebte zwei Aufsichtsratsmandate an. Dies lehnte der Kontrollrat jedoch ab.

Kovats gab bei Cumerio schließlich Mitte Februar auf und akzeptierte das Übernahmeangebot der Affinerie von 30 Euro je Anteilschein. Damit war die NA mit ihrer knapp 780 Mill. Euro schweren Offerte am Ziel. Inzwischen verfügen die Hamburger über 91 Prozent an Cumerio. Sie wollen sich den belgischen Rivalen ganz einverleiben.

Nach der Übernahme von Cumerio will die NA weitere Unternehmen in Asien oder Südamerika kaufen. Aufbauend auf der starken Position in Europa sehe die NA die große Chance, Standorte in Wachstumsmärkten zu entwickeln und Produktivitätsreserven zu heben, sagte Vorstandsvchef Drouven. Die Cumerio -Übernahme sei nur ein erster Schritt auf dem Weg zum globalen integrierten Kupferkonzern.

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