Kupferkonzern
Aurubis schreibt rote Zahlen

Aurubis, immer noch besser bekannt als Norddeutsche Affinerie, steckt in der Verlustzone. Europas größte Kupferhütte schöpft trotz roter Zahlen in der Halbzeitbilanz Hoffnung aus steigenden Auftragszahlen.

HB HAMBURG. Vor Steuern wies der Konzern aus Hamburg nach dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/2009 einen Verlust von 59 Mio. Euro aus. Vor Jahresfrist hatte noch ein Gewinn von 161 Mio. zu Buche gestanden. Gleichwohl sieht Aurubis erste Hoffnungsschimmer. In einigen Bereichen zögen die Aufträge leicht an, berichtete eine Sprecherin am Mittwoch. „Es sieht so aus, als sei der Boden erreicht.“ Ein Grund zu Euphorie sei das aber noch nicht. Der Konzernumsatz schrumpfte wegen der gesunkenen Metallpreise in der ersten Geschäftsjahreshälfte um zehn Prozent auf 3,03 Mrd. Euro.

Vorstandschef Bernd Drouven geht nach wie vor von einer langsamen Verbesserung der Erträge im Jahresverlauf aus. „Auf dieser Basis erwarten wir ein positives Ergebnis für die Aurubis-Gruppe“, bekräftigte er frühere Aussagen. Eine genaue Prognose traut sich der Vorstand wegen des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds nicht zu. Ziel bleibe, durch Kurzarbeit und andere Maßnahmen Personalabbau zu vermeiden. Derzeit gilt für 720 der insgesamt 4700 Beschäftigten Kurzarbeit.

Die Wirtschaftskrise hinterließ im zweiten Quartal tiefe Spuren in der Nachfrage nach Kupferprodukten. Vom Abschwung war vor allem die Stranggussproduktion betroffen. Deren Ausstoß verringerte sich um rund ein Fünftel. Die anderen Geschäftsbereiche erhöhten ihre Produktion dank der Übernahme des belgischen Rivalen Cumerio.

Im zweiten Vierteljahr glänzte Aurubis mit einem Vorsteuergewinn von 65 Mio. Euro. Der ging allerdings auf das Konto von Bewertungseffekten wegen des gestiegenen Kupferpreises. Ausdruck besserer Geschäfte ist dies nicht. Im ersten Quartal (Oktober bis Dezember) hatten hohe Bewertungsabschläge wegen des gefallenen Kupferpreises für einen Verlust von 124 Mio. Euro Verlust gesorgt. Nach Abzug der Bewertungseffekte ergab sich für das erste Halbjahr ein kleiner operativer Gewinn von sieben Mio. Euro.

Die verunsicherten Anleger ließen sich davon nicht überzeugen. Die im MDax gelistete Aurubis-Aktie verlor über zwei Prozent.

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