Kurssprung
Luxusgüterkonzern vor Einstieg bei Puma

Die Anzeichen verdichten sich, dass der fränkische Sportkonzern offenbar kurz davor steht, übernommen zu werden.

HB/jojo FRANKFURT. Der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) steht einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge vor dem Einstieg bei dem Sportartikelhersteller Puma. Zu PPR gehören unter anderem die Nobelmarke Gucci und die Warenhauskette FNAC. Der Konzern führe mit zwei Mitgliedern der Herz-Familie Gespräche über einen Erwerb von knapp 30 Prozent des Unternehmens, berichtete das Blatt am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe. Die Verhandlungen befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.

Ein Abschluss der Transaktion sei bereits vor der am kommenden Mittwoch stattfindenden Hauptversammlung möglich, schreibt die Zeitung. Nach dem Erwerb des Aktienpakets wolle PPR das deutsche Unternehmen vollständig übernehmen.

"Es ist über den Tag zu systematischen Aufkäufen in Puma-Aktien gekommen", sagten Händler. Die Umsätze hätten ein Sechszehntel der Marktkapitalisierung erreicht. Mit Charttechnik wäre der Kursanstieg nicht zu erklären. Der Widerstand bei 312 Euro wurde durchbrochen. Das Papier schloss vor den Osterfeiertagen bei 314,25 Euro 10,3 Prozent höher als am Mittwoch. Damit wird Puma an der Börse mit mehr als 5 Mrd. Euro bewertet. Das Traditionsunternehmen ist etwa so viel wert wie Fraport, der Betreiber des Frankfurter Flughafens.

Derzeit sind die Geschwister Günter und Daniela Herz mit einem Anteil von mehr als 25 Prozent die größten Aktionäre. Auch ihnen wurde immer wieder nachgesagt, dass sie ihr Paket aufstocken würden. Sollten die Tchibo-Erben jetzt allerdings aussteigen und ihre Papiere an einen neuen Großaktionär verkaufen, hätten sie gut verdient: Ihre ersten Puma-Aktien haben die Milliardäre zu einem Kurs von 190 Euro gekauft.

In den vergangenen Jahren hat es auch immer wieder Gerüchte gegeben, Nike würde einsteigen. Nike ist die Nummer eins im weltweiten Sportgeschäft vor Pumas Lokalrivalen Adidas.

Ein Großaktionär wäre nichts Neues für Puma. Bis ins Jahr 2003 war die amerikanische Medienfirma Monarchy mit 40 Prozent der wichtigste Anteilseigner.

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