Ladengeschäft wichtiger
Aral plant trotz Krise neue Stationen

Trotz der Wirtschaftskrise will die Tankstellenkette Aral im laufenden Jahr 74 neue Stationen eröffnen.

dpa-afx DÜSSELDORF. Dadurch solle der Abstand zum Wettbewerb - vor allem zum schärfsten Konkurrenten Shell - vergrößert und der Anteil in einem insgesamt leicht rückläufigen Markt stabilisiert werden, sagte Aral - Vorstandschef Stefan Brok am Mittwochabend in Düsseldorf. Angesichts der knappen Margen sei für das Überleben der Tankstellenunternehmer das Ladengeschäft vor allem mit Lebensmitteln und Kaffee immer wichtiger: Im Aral-Shop werden nach Unternehmensangaben bereits 60 Prozent der Umsätze erwirtschaftet.

2009 rechnet Brok mit weiteren Rückgängen beim Benzinverkauf - unter anderem durch effizientere Motoren nach der Verschrottung von Alt-Autos wegen der Abwrackprämie. Beim Diesel wirke sich der Rückgang des Frachtverkehrs aus. Außerdem habe die Annäherung des Diesel- und Benzinpreises 2008 erstmals zu einem Rückgang der Diesel- PKW-Neuzulassungen geführt. 2008 war der Treibstoffabsatz aller Marken insgesamt leicht um 0,3 Prozent zurückgegangen. Dabei hatte Diesel im Markt insgesamt und bei Aral deutlich zugelegt.

Aral sieht sich mit knapp acht Mill. Tonnen Kraftstoffabsatz im Jahr 2008, gut 2 400 Tankstellen und 23 Prozent Marktanteil als Branchenführer in Deutschland. Aus dem Kraftstoffabsatz ergeben sich bei rund einem Cent Gewinn pro Liter rechnerisch rund 100 Mill. Euro Nach-Steuer-Gewinn. Das Unternehmen nennt selbst keine Zahlen. Brok nannte die Margen im Treibstoffgeschäft in Deutschland "traurig". Die Ausstattung von Tankstellen erfordere hohe Investitionen.

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