„Lästiger Mitaktionär": Ton zwischen Strabag und Züblin wird rauer

„Lästiger Mitaktionär"
Ton zwischen Strabag und Züblin wird rauer

Der Konflikt zwischen dem Vorstand der österreichischen Bauholding Strabag und dem Minderheitsaktionär der Tochter Ed. Züblin, der Familie Lenz, spitzt sich zu. Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner wirft der Familie „Preistreiberei“ vor. Diese klagt gegen die Neustrukturierung der Strabag in Deutschland. „Lenz will sich offenbar als lästiger Gesellschafter präsentieren und wartet darauf, dass mir der Kragen platzt“, sagte Haselsteiner dem Handelsblatt.

agr DÜSSELDORF. Die Familie versuche, den Preis für ihren Anteil von 42,7 Prozent in die Höhe zu treiben. „Ich erwarte durch die Klage keine Verzögerungen beim Umbau der Gruppe“, sagte er. Lenz habe keine einstweilige Verfügung erwirkt. Den Züblin-Vorstand hatte Haselsteiner neu besetzt.

Gespräche über eine Fusion waren Ende 2005 gescheitert. Während Haselsteiner für die Mehrheit, die bei der insolventen Walter Bau lag, 60 Mill. Euro zahlte, will die Famile Lenz angeblich deutlich mehr Geld für ihren Anteil.

Im Umfeld der Familie wurden die Äußerungen als „billige Polemik“ bezeichnet. Befürchtet wird eine Beherrschung durch die Strabag. Lenz werde nicht zulassen, dass Züblin aufgrund „unausgereifter Entscheidungsvorlagen zu einer Betriebsabteilung degradiert werde“, hatte Züblin-Aufsichtsrat Eberhard Lenz kürzlich gesagt. Als Grund der Klage nannte ein Sprecher der Familie den Verkauf des Hochbaus der Strabag an Züblin. Obwohl 2004 über 12 Mill. Euro Verlust in der Sparte anfielen, soll der Kaufpreis im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen, laut Lenz völlig überzogen. Die Familie sieht dadurch den Wert ihrer Beteiligung gefährdet.

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