Lammsbräu
Bionade schwächelt - und die Konkurrenz profitiert

Die Erfolgsgeschichte von Bionade galt lange als mustergültig. Doch nach einem herben Reputationsverlust, ging es abwärts mit dem Konzern. Daraus zieht nun ein konkurrierendes Unternehmen viel Nutzen.
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MünchenDie größte deutsche Biobrauerei Lammsbräu profitiert von der Krise bei Bionade. Die Konkurrenzmarke, die künftig komplett zu Oetker gehört, habe an Glaubwürdigkeit verloren, seit sie an jeder Tankstelle und bei Discountern zu haben sei, sagte Lammsbräu-Chefin Susanne Horn. "Wir stoßen in dieses Vakuum."

Lammsbräu meidet bewusst traditionelle Getränkemärkte und Discounter. Deshalb setzt die Brauerei aus Neumarkt in der Oberpfalz zwar deutlich weniger Flaschen ab als Bionade. Im Naturkostfachhandel habe Lammsbräu mit seinen eigenen Fruchtlimonaden den Konkurrenten Bionade aber überholt und liege jetzt auf Platz zwei hinter Voelkel (BioZisch), erklärt Firmenchefin Horn.

Lammsbräu wächst seit Jahren rasant. 2011 verkaufte das Familienunternehmen erstmals mehr alkoholfreie Getränke als Bier. Der Absatz von Mineralwasser, Limonaden und Alkoholfreiem legte um mehr als die Hälfte auf 69210 Hektoliter zu. Auch der Bierabsatz entwickelte sich mit einem Plus von fünf Prozent auf 61780 Hektoliter besser als der Gesamtmarkt. Die Ökobrauerei, die bundesweit nach eigenen Angaben einen Marktanteil von etwa 60 Prozent hat, kam zuletzt auf 13 Millionen Euro Umsatz. Mit neuen Bio-Limos will Lammsbräu weiter im Revier von Bionade wildern.

Bionade war lange eine Erfolgsgeschichte, doch die Gründer verhoben sich. Eine heftige Preiserhöhung ließ den Absatz einbrechen. 2009 stieg Oetker bei der Marke ein, konnte den Niedergang jedoch nicht stoppen. In der Szene verlor die Marke durch die Konzernzugehörigkeit und den Verkauf bei Discountern an Glaubwürdigkeit. Laut Bundesanzeiger machte die Bionade-Holding 2010 einen Verlust von mehr als 35 Millionen Euro. Die Gründer-Familie Kowalsky versuchte 2011 den Putsch gegen den ungeliebten Investor und wollte zurück zu den Ökowurzeln. Doch sie verlor den Machtkampf und zog sich aus dem Unternehmen nun ganz zurück. Künftig ist die Oetker-Brauereigruppe Radeberger alleiniger Eigentümer.

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  • @omontono: Kann da mal wieder einer nix mit dem Bio-Konzept anfangen, möglicherweise mangels nachdenken, woher unsere Lebensmittel kommen und wie sie entstehen? Ich gebe zu, Biomineralwasser ist sperrig, aber schon mal darüber nachgedacht, ob Hopfen und Gerste gespritzt werden und was während des Brauens (Hitze, Wasser) mit diesen Stoffen passiert? Prosit.

  • "Bio Bier" und "Bio Kristall Mineralwasser"

    gebraut und gewonnen wohl nach den Iden des Vollmondes

    Na, Hauptsache der Geldfluss ins Portemonnaie des Unternehmers ist energetisch rechtsdrehend.

    Die esoterische Klientel zahlt ja gern Aufpreis für mineralische Erleuchtung.

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