Lampenhersteller hält am Börsengang fest
Zumtobel verdoppelt Jahresüberschuss

Der österreichische Hersteller von Lampen Zumtobel steckt in der Restrukturierung. Das Unternehmen, das sich vorgenommen hat die Nummer eins der Branche weltweit zu werden, hat am Dienstag seine Jahreszahlen vorgelegt.

HB/oli WIEN. Danach sank der Umsatz leicht um 1,1 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Der Jahresüberschuss allerdings konnte mehr als verdoppelt werden und liegt jetzt bei rund 29 Mill. Euro.

Der mögliche Börsengang bleibt ein Thema, heißt es von der Unternehmensleitung, die auch im Sinne des Miteigentümers spricht: Die Familie Zumtobel hat vor fünf Jahren knapp die Hälfte ihrer Anteile an das amerikanische Private-Equity-Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts abgegeben.

Der Leuchtenhersteller kommt in Europa auf einen Marktanteil von zwölf Prozent und liegt damit vor Philips auf Platz eins. Die Österreicher mit ihren Marken Staff, Thorn und Tridonic-Atco rechnen nach Aussage von Finanzchef Thomas Spitzenpfeil so schnell nicht mit größeren Zukäufen, da sich zahlreiche Betriebe der Branche in privaten Händen befänden und nicht zu verkaufen seien. „Wir werden nicht kaufen, nur um Marktanteile zu gewinnen“, ergänzt Konzernvorstand Andreas Ludwig im Handelsblatt. Nur wenn sich neue Produkte oder Märkte besetzen ließen, werde Zumtobel zugreifen.

Das Unternehmen ist als Anbieter professioneller Beleuchtungstechnik abhängig von der Bauindustrie: Wo Gebäude entstehen, steigt auch der Bedarf nach Beleuchtung. Da allerdings die Bauindustrie sowohl im Heimatmarkt Österreich wie auch in Deutschland stagniert, sind die Zumtobel-Umsätze in beiden Ländern gesunken. Verantwortlich für den Rückgang beim Gesamtumsatz ist vor allem das schwache Geschäft in Australien, wo den Österreichern Billigimporte aus China zu schaffen machen.

Nach Angaben Ludwigs wird die Restrukturierung, in der vor allem Produktion automatisiert oder in Billiglohnländer verlagert wird, noch maximal zwei Jahre dauern. Der nächste Schritt: Das 100 Mitarbeiter starke Werk im baden-württembergischen Tettnang soll geschlossen, die dortige Fertigung so genannter Feuchtraumleuchten an Zulieferer und andere konzerneigene Werke vergeben werden.

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