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Lancia und Chrysler: „Wir sind besser als Audi, BMW und Lexus“

Es ist eine besondere amerikanisch-italienische Allianz: Unter der Marke Lancia will Fiat Autos von Chrysler in Europa vertreiben. Das Selbstbewusstsein ist groß - Lancia sieht sich auf Augenhöhe mit den Branchenbesten.

Ein Model steht neben einem Lancia Thema - der in den USA ein Chrysler 300 ist. Quelle: dapd
Ein Model steht neben einem Lancia Thema - der in den USA ein Chrysler 300 ist. Quelle: dapd

GenfDicke Luft bei Lancia. In dem Hinterzimmer in der oberen Etage des Genfer Messestandes hängt dichter Zigarettenrauch. Die Stimmung in dem kleinen Räumchen mit den schwarzen Wänden ist angespannt. Olivier Francois hantiert mit der weiß-goldenen Packung Marlboro Lights in seiner Hand, mit der anderen wischt er sich eine braune Haarsträhne aus dem Gesicht. Sein Gesichtsausdruck changiert irgendwo zwischen gequält und entnervt.

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Wohl keinem anderen Manager auf dem gesamten Autosalon schlägt so viel Skepsis von Journalisten und Fachbesuchern entgegen wie ihm, dem Mann, der auf dem traditionellen Stelldichein der europäischen Autobranche erklären soll, wie man Autos von Chyrsler unter dem Logo der einst ruhmreichen italienischen Marke Lancia verkaufen kann – zum Beispiel den 300.

Die wuchtige Limousine steht draußen auf dem glänzenden Messestand. Fast fünf Meter lang, gut 1,88 Meter breit. Ein Riese von Automobil, wie geschaffen für große Highways und die tiefen Straßenschluchten New Yorks oder Chicagos. Mit Fenstern wie Schießscharten und dem dicken Chromkühlergrill hatte der Vorgänger schnell den Ruf des Gangsterautos weg. Wenn es ein Auto gab, indem Al Pacino in einer Neuverfilmung des Maffia-Films „der Pate“ vorfahren hätte können, dann im alten 300C. Für eine amerikanische „Limo“ kein schlechtes Image, für eine italienische hingegen schon.

Es sind Bilder wie das vom Chrysler 300C, die in den Köpfen vieler Messebesucher herumspuken, und die Neugeburt des 300 in Europa als Lancia Thema so schwierig machen. Auf der einen Seite amerikanische Coolness, auf der anderen italienische Grandezza. In Genf sieht das dann so aus: Der Messestand mit seinen dünnen Models in langen blauen Gewändern und den glitzernden Fassaden erinnert an die glamourösen Edelboutiquen von Aramani oder  Dolce und Gabbana im goldenen Dreieck Mailands - während aus den Lautsprechern die swingende Stimme des kanadischen Jazz-Sängers Michael Bublé dröhnt. Chrysler und Lancia, Italien und USA, Turin und Detroit, kann das wirklich zusammen passen?

Klar, sagt Lancia-Chrysler-Chef Francois. “Bei Lancia ging es im Grunde immer um Design, Luxus und Raffinesse. Und in Amerika war Chrysler immer eine Marke, die für Design, Technologie und Charakter stand. Die DNA beider Marken ist sich also sehr ähnlich, sie ergänzen sich perfekt.” Das ist das Schnittmuster für die zukünftige Kooperation, die der amerikanischen Marke zusätzliche Stückzahlen in Europa, und Lancia lebensnotwendige neue Modelle bringen soll - damit die einst stolze italienische Premium-Marke überhaupt noch zu halten ist.

  • 18.03.2011, 15:35 UhrAnonymer Benutzer: Alex

    Ich war in Genf und saß in der Lancia Thema drin! Im Interieur findet man italienisches Poltrona Frau Leder wieder. Die Sitze, Türverkleidungen und Armaturen, alles mit hochwertigem Leder überzogen! Verziert mit echten Holz- und Aluminium-leisten! In der Mittelkonsole wurde außerdem überwiegend Holz verarbeitet. Gerade das Holz gibt einen sehr natürlichen Eindruck und fühlt sich genauso an!
    Außerdem ist serienmässig ein 8,4 Zoll großer Touchscreen an Bord, mit dem fast alles gesteuert werden kann und somit jede menge Knöpfe an den Armaturen wegfallen. Dadurch wirkt das Cockpit außerdem sehr aufgeräumt. Verarbeitungsqualität ist hervorragend und jede menge Extras sind schon bei Serienpreis enthalten.
    Wie viel der Wagen nun kosten wird ist noch nicht bekannt, aber er wird mit Sicherheit günstiger sein als seine Konkurrenz. Wenn also noch seine Fahrdynamik und Verbrauch passt, und davon bin ich auch überzeugt, dann sehe ich nicht annähernd ein, WARUM die neuen Lancia-Chrysler ein riesen Flopp werden sollen! Dass ich nicht lache was für einen Blödsinn verschiedene Leute behaupten, die die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.
    Und Chrysler gehört seit knapp 2 Jahren zu FIAT und nicht umgedreht! Glaubt mir die haben nicht einfach zugeguckt und die Amis mal nen bissel rum schrauben lassen bis die die neuen 300 und 200 fertig gebastelt hatten, damit die dann frecher weise die Modelle als umgelabelten "Ami-Schrott" hier in Europa als Lancia verkaufen können!

    Ich bitte jeden der skeptisch ist, ernsthaft in nächster Zeit mal beim Lancia-Händler in der Nähe vorbeizuschauen und sich mal in einen der neuen Modelle reinzusetzen! Das ist ein Minimum den man erfüllt haben sollte bevor man solch Kommentare schreibt! Und gerade an die, die die noch wissen was Lancia mal war -> Lancia ist nur dann dem Untergang geweiht, wenn sich keine neue Kundschaft mehr erschließt! Also sich erst mal erkunden, bevor man vorurteilt!

    mfG Alex

  • 16.03.2011, 16:59 UhrAnonymer Benutzer: eisbaum

    Lancia war einmal ein Synonym für die gelungene Kombination aus Sportlichkeit und Komfort. Das letzte Modell dieser Klasse war der Thema Turbo. Alles andere was danach kam konnte die Erwartungen der Lancia Stammkunden nicht mehr erfüllen. Auch im Kleinwagensektor hat man bei neueren Modellen viele Tugenden der jeweiligen Vorgänger fallen lassen. Nur eines ist geblieben: die nostalgischen Träume von Ruhm und Glanz in der Vergangenheit. Damit wird auch heute noch versucht Publicity zu machen (weil man nichts Neues bieten kann).
    Das neue Modell von Crysler als "Thema" zu bezeichnen kann bestenfalls Mitleid sonst nur Spott erzeugen. Ein "Thema" hatte andere Werte.
    So plant man konsequent und erfolgreich den Untergang einer einmal erfolgreichen und ruhmreichen Marke.
    R.Mayer

  • 10.03.2011, 12:01 UhrAnonymer Benutzer: kusi56@gmx.de

    ...Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall

    solche Äußerungen erzeugen nur noch Kopfschütteln!!!

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