Landmaschinen-Messe Agritechnica Wenn das Navi vor dem Mähdrescher warnt

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Faszination der großen Maschinen

Doch Digitalisierung ist eben nur ein Teil des Wachstumsversprechens. Der andere liegt in den neuen, effizienten Maschinen, die auf der Agritechnica ihre Bewunderer finden. Häufig männlich und vielfach in Fleece- oder Daunenjacken gehüllt, möchte jeder im Cockpit eines modernen Feldhäckslers, Mähdreschers oder Traktors sitzen, um mit dem Joystick zu spielen und am Display die Leistungsdaten abzurufen – der Andrang ist entsprechend.

Das gilt für die selbstfahrende Spritzmaschine vom bayerischen Hersteller Horsch, die 8 000 Liter Pflanzenschutzmittel in einem Arbeitsgang über eine Spannbreite von 36 Metern verteilen kann wie für den Baumwollernter CP 690 von John Deere, der fünfeinhalb Meter hoch alles in der Halle 13 auf der Hannover Messe überragt.

Auf diese Fräsen und Backenbrecher hat Deere es abgesehen
Typ4200SM
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Insgesamt 4,6 Milliarden Euro zahlt der US-Landmaschinenhersteller Deere, um einen deutschen Spezialmaschinenbauer zu übernehmen. Die rheinland-pfälzische Wirtgen Group fertigt Baumaschinen wie diesen „Miner“, der im Bergbau Erde und Gestein abträgt und auf Lastwagen fördert.

Großfräse W 250i
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Eine wichtige Produktkategorie von Wirtgen sind auch sogenannte Kaltfräsen. Das größte Modell W 250i wiegt 44 Tonnen und wird von einem mehr als 1.000 PS starken Motor angetrieben.

Kaltfräse
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Ein kleineres Modell einer Kaltfräse, die zum Beispiel dazu eingesetzt werden, alte Asphaltflächen wegzureißen.

Riesige Maschine
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Auch komplexere Straßenbaumaschinen fertigt Wirtgen – und hat sich damit zum attraktiven Übernahmeziel entwickelt. Ein solcher „Gleitschalungsfertiger“ kann bis zu 16 Meter breite Beton-Straßendecken bauen.

Kleemann
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Mehrere Wirtgen-Schwestermarken produzieren eine Palette an Spezialfahrzeugen - wie diesen „Backenbrecher“ zur Gesteinzerkleinerung.

Walze
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Die Wirtgen-Marke Hamm ist ein Spezialist für die Produktion von Walzen.

Straßenfertiger
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Im Straßenbau kommen solche Maschinen der Marke „Vögele“ zum Einsatz, um Asphaltdecken zu fertigen.

Wer noch glaubt, Baumwolle werde weitgehend mit der Hand gepflückt, wird hier schnell eines Besseren gelehrt: Angetrieben von knapp 600 PS fräst sich die Maschine mit einer Geschwindigkeit von gut sieben Stundenkilometer über eine Schnittbreite von sechs Metern durch die Büsche und erntet sie ab. 50 Hektar Fläche schafft das Monstrum pro Tag und ersetzt auf einen Schlag eine Handvoll Menschen, die bis dahin die Baumwolle schon maschinell geerntet, gestapelt, verdichtet und transportiert hat. Jetzt stößt CP 690 im laufenden Betrieb alle halbe Stunde einen rund gedrehten Ballen mit abgepflückten Baumwollbällchen aus – der Durchmesser liegt bei 2,40 Metern.

Bei solcher Gigantonomie verwundert es nicht, wie konkurrenzlos günstig gearbeitet wird: Bei rund sechs Cent liegen die Kosten für ein amerikanisches Pfund von 452 Gramm. Im alten Ernte-System betragen sie mehr als dreimal so viel. Gigantisch ist aber auch der Preis, den John Deere dafür verlangt: Rund 900 000 Dollar muss schon hinlegen, wer so effektiv Baumwolle pflücken lassen will.

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