Landtechnik-Spezialist
Claas profitiert vom Trend zur Bioenergie

Der Landtechnik-Spezialist Claas profitiert vom weltweit wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln, den steigenden Einkommen der Landwirte und vom Trend zu Bioenergie; Umsatz und Ergebnis von Claas sollten auch in diesem Jahr steigen. Gefahren bestehen dagegen bei den hohen Energie- und Rohstoffpreisen und im Dollarkurs.

HB DÜSSELDORF. „Dies ist ein gutes Umfeld für die Landtechnik und wird das Investitionsverhalten der Landwirte auch 2008 beflügeln“, sagte Theo Freye, Sprecher der Geschäftsführung, bei der Bilanzpressekonferenz.

Ein zweistelliges Umsatzwachstum wie im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2006/07 könne er aber nicht zusagen. Umsatz und Ergebnis sollten aber auf jeden Fall steigen. Risiken sieht Freye in den Energie- und Rohstoffpreisen und im Dollarkurs. So könne der Konkurrent John Deere derzeit zu Kampfpreisen exportieren.

Im vergangenen Jahr steigerte Claas den Umsatz um 13 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro und den Jahresüberschuss um 41,9 Prozent auf 114,8 Mill. Euro. Dabei wuchs der Umsatz besonders in Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie in Zentral- und Osteuropa. In Nordindien baut Claas ein zweites Werk für Mähdrescher. Das Unternehmen investiert 14 Mill. Euro und will mit 350 bis 400 Beschäftigten rund 1 000 Mähdrescher im Jahr bauen. 2008 soll die Fertigung anlaufen.

Probleme hat Claas mit dem Bereich Fertigungstechnik, der Montagezellen für den Flugzeugbau herstellt. Ein schleppender Auftragseingang im ersten Quartal und die Stornierung eines Großauftrages führte zu einem Umsatzrückgang von 155 auf 152 Mill. Euro und einem operativen Verlust von 17 Mill. Euro, den Freye mit Abschreibungen erklärte. Jetzt steige die Nachfrage aber wieder. Claas werde an diesem Bereich auf jeden Fall festhalten, da man hier viel Fertigungstechnik auch für die anderen Konzernbereiche übertragen könne.

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