Lange Lieferzeiten
Maschinenbau meldet Engpässe

Der anhaltende Boom im Maschinenbau hat scheinbar zu den längsten Lieferzeiten seit 16 Jahren geführt. Die Auslastung der Produktion sei deutlich angestiegen, hieß es in einem Medienbericht. In einigen Bereichen gebe es sogar bereits Engpässe.

HB MÜNCHEN. Die durchschnittliche Lieferdauer einer Maschine habe Ende Juni 6,3 Monate betragen, berichtet das Magazin „Euro am Sonntag“ unter Berufung auf Zahlen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Das sei der höchste Wert seit 16 Jahren. In Einzelfällen könne es sogar ein Jahr dauern, ehe die Bestellung beim Empfänger ankomme.

Noch im Februar dieses Jahres habe die durchschnittliche Lieferdauer bei 5,9 Monaten gelegen, im Juni 2006 bei 5,3 Monaten. „Es gibt in vielen Bereichen Engpässe in der Produktion“, zitiert das Blatt den VDMA-Konjunkturexperten Olaf Wortmann. In zahlreichen Firmen gebe es keine freien Kapazitäten mehr. Dem Bericht zufolge beträgt die derzeitige Auslastung im Branchendurchschnitt 91,8 Prozent. Das sei deutlich mehr als dauerhaft angemessen, sagte Wortmann. Als betriebswirtschaftlich sinnvoll gelte beim VDMA eine Quote von 88 Prozent.

Dem Magazin zufolge bewertet der Branchenverband die langen Lieferzeiten noch besser als vor 16 Jahren: Grund sei die mittlerweile deutlich gestiegene Produktionsgeschwindigkeit der Maschinenbauunternehmen. „Das bedeutet, dass wie heute ein noch größeres Polster haben als damals“, sagte Wortmann.

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